Könnte Budapests beliebtes Planetarium endlich wiedereröffnet werden? Regierung leitet nach neunjähriger Schließung Gespräche ein

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Nachdem es fast ein Jahrzehnt lang leer stand, könnte Budapests legendäres Planetarium nun endlich wiedereröffnet werden, da die ungarische Regierung sich darauf vorbereitet, Expertenkonsultationen zur Zukunft dieser bedeutenden Sehenswürdigkeit einzuleiten.
Mehrere Optionen stehen zur Debatte
Zoltán Tanács, Minister für Wissenschaft und Technologie, kündigte an, dass Anfang August Gespräche unter Einbeziehung mehrerer Ministerien beginnen werden, mit dem Ziel, der Regierung einen langfristigen Vorschlag vorzulegen. Die Initiative soll klären, ob die Einrichtung in ihrer derzeitigen Form wiedereröffnet, vollständig renoviert oder durch ein modernes Wissenschaftsmuseum und ein interaktives Erlebniszentrum ersetzt wird.
Nach Angaben des Ministers arbeiten die Verantwortlichen an einer umfassenden Strategie, die die langfristige Zukunft des Planetariums sichern soll. Zu den in Betracht gezogenen Optionen gehören:
- eine vorübergehende Wiedereröffnung der bestehenden Einrichtung;
- ein vollständiger Umbau des derzeitigen Gebäudes;
- die Schaffung eines völlig neuen Wissenschaftsmuseums und Bildungserlebniszentrums.
Tanács erklärte, das Ziel sei es, einen Vorschlag zu erarbeiten, der es dem Planetarium ermöglichen würde, wieder Besucher zu empfangen, berichtet HVG.
Ein Budapester Wahrzeichen, das seit 2017 geschlossen ist
Das TIT-Planetarium öffnete erstmals 1977 seine Pforten und entwickelte sich rasch zu einer der bekanntesten wissenschaftlichen Attraktionen Ungarns. Jahrzehntelang führte es Generationen von Besuchern in die Astronomie und Weltraumwissenschaft ein und zog jährlich schätzungsweise 100.000 bis 150.000 Besucher an.
Allerdings musste das Gebäude 2017 geschlossen werden, nachdem schwerwiegende bauliche Mängel am Dach den Betrieb unsicher machten. Der Verfall war bereits in den Jahren zuvor immer deutlicher geworden. Im Jahr 2016 führten schwere Sturmschäden zu umfangreichen Undichtigkeiten, wodurch das Planetarium im Sommer gezwungen war, den Betrieb für sechs Wochen einzustellen.
Obwohl Notfallreparaturen durchgeführt wurden und das Dach später bis 2019 mit Mitteln in Höhe von 128 Millionen HUF (354.800 EUR) saniert wurde, wurde die für die Wiedereröffnung des Gebäudes erforderliche umfassende Renovierung nie in Angriff genommen. Pläne für eine vollständige Sanierung wurden bereits 2018 ausgearbeitet, doch das Projekt kam zum Stillstand.
Eigentumsverhältnisse erschweren die Sanierung
Eines der größten Hindernisse für die Sanierung des Planetariums ist seine Eigentümerstruktur. Obwohl das Gebäude als eine der beliebtesten wissenschaftlichen Attraktionen Budapests gilt, befindet es sich nicht im Besitz des ungarischen Staates.
Stattdessen wird es von der Gesellschaft zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse (TIT) betrieben, was bedeutet, dass jedes größere Modernisierungsprojekt erhebliche staatliche Mittel sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen dem Eigentümer und dem Staat erfordern würde.
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Man möchte dem Planetarium eine neue Bestimmung geben
Nach einem kürzlich erfolgten Ortstermin mit Experten sowohl des Ministeriums für Wissenschaft und Technologie als auch des Ministeriums für Verkehr und Investitionen argumentierte Tanács, dass frühere Regierungen es versäumt hätten, dem Planetarium Priorität einzuräumen, obwohl bereits Sanierungspläne vorlagen.
Er erklärte, die bevorstehenden Konsultationen sollten endlich Klarheit über die Zukunft einer Einrichtung schaffen, die Generationen von Ungarn unvergessliche pädagogische Erlebnisse beschert habe.
Sollte die Regierung den bevorstehenden Vorschlag genehmigen, könnte das seit langem geschlossene Budapester Planetarium wieder zu einer der führenden wissenschaftlichen Attraktionen der Hauptstadt werden – sei es durch die Restaurierung des historischen Gebäudes oder durch die Schaffung eines völlig neuen Bildungskomplexes.
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