Verkehrsminister Vitézy verspricht, den Busmangel in ganz Ungarn sehr bald zu beenden

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Der ungarische Minister für Verkehr und Investitionen, Dávid Vitézy, hat zugesichert, dass bis September keine Volánbusz-Verbindungen mehr aufgrund von Ersatzteilengpässen ausfallen sollen, nachdem er, wie er es beschrieb, eine schwerwiegende Wartungs- und Beschaffungskrise geerbt hatte.

Bei einem Besuch in einem der größten Wartungsdepots von Volánbusz in Fót erklärte Vitézy, die Zahl der Busse, die aufgrund fehlender Ersatzteile außer Betrieb seien, sei bereits deutlich zurückgegangen; er warnte jedoch, dass weitere Anstrengungen erforderlich seien, um die alternde Flotte des Landes wieder instand zu setzen.

Die Zahl der stillgelegten Busse sank von 290 auf 170

Nach Angaben des Ministers waren bei Amtsantritt der neuen Führung im Mai 290 Fahrzeuge nicht einsatzfähig, da Ersatzteile nicht verfügbar waren. Er erklärte, diese Zahl sei inzwischen auf 170 gesunken, wobei die Regierung das Ziel verfolge, durch Ersatzteilmangel bedingte Fahrplanausfälle noch vor Beginn des neuen Schuljahres im September zu beseitigen.

„Die Probleme von Volánbusz sind nicht über Nacht entstanden, und leider lassen sie sich auch nicht über Nacht lösen“, schrieb Vitézy auf Facebook. Er fügte hinzu, dass das Krisenmanagement der letzten zwei Monate verhindert habe, dass das Fernbusnetz des Landes während der hektischen Sommersaison mit weitaus schwerwiegenderen Beeinträchtigungen konfrontiert worden wäre.

Vitézy macht seinen Vorgänger János Lázár dafür verantwortlich

Der Minister wies die Verantwortung für die Krise eindeutig seinem Vorgänger János Lázár zu und argumentierte, dass eine übermäßige Zentralisierung der Beschaffung innerhalb der MÁV-Gruppe die Lieferkette lahmgelegt habe.

Laut Vitézy seien der gesamte Einkauf, die Logistik, die Lagerhaltung und das Ersatzteilmanagement der ungarischen staatlichen Verkehrsunternehmen in einer einzigen Organisation gebündelt worden, was zu weitreichenden Engpässen geführt habe, als die bestehenden Lieferverträge im April und Mai ausliefen.

Er behauptete, dass Ende Mai mehr als die Hälfte der benötigten Ersatzteiltypen in den Wartungswerkstätten von Volánbusz nicht verfügbar waren, was die Mechaniker daran hinderte, defekte Fahrzeuge zu reparieren. Vitézy behauptete zudem, dass die Beschaffungsverfahren für Ersatzteile nicht rechtzeitig vor Ablauf der bisherigen Verträge eingeleitet worden seien, sodass den Werkstätten die benötigten Komponenten fehlten.

Reparaturen rund um die Uhr

In einer Stellungnahme vom Depot in Fót lobte Vitézy das Wartungspersonal und erklärte, die Mechaniker hätten 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche gemeinsam mit Beamten des Ministeriums und Mitarbeitern der MÁV-Gruppe daran gearbeitet, die Busse wieder in Betrieb zu nehmen.

Er dankte den Mitarbeitern dafür, dass sie den, wie er es bezeichnete, drohenden Zusammenbruch des Volánbusz-Betriebs während einer der verkehrsreichsten Zeiten des Jahres verhindert hätten – einer Zeit, in der für Großveranstaltungen wie den Großen Preis von Ungarn zusätzliche Transportkapazitäten benötigt werden. Nach Angaben des Ministers wurden am Wochenende rund 40 Fahrzeuge zur Unterstützung des Personenverkehrs im Zusammenhang mit der Formel 1 eingesetzt.

Langfristige Probleme bestehen weiterhin

Zwar wurden Fortschritte bei der Wiederherstellung der Ersatzteilversorgung erzielt, doch räumte Vitézy ein, dass die Herausforderungen, denen sich Volánbusz gegenübersieht, über die Beschaffung hinausgehen.

Er erklärte, dass die Wartungswerkstätten weiterhin unter Personalmangel leiden, während ein Großteil der landesweiten Flotte das Ende ihrer Betriebsdauer erreicht. Insbesondere die auf Fernstrecken eingesetzten, autobahntauglichen Reisebusse haben jeweils mehr als eine Million Kilometer zurückgelegt und hätten längst ersetzt werden müssen.

Flottenerneuerung bereits im Gange

Die Regierung setzt bereits ein umfangreiches Programm zur Modernisierung der Fahrzeugflotte fort, das von der Vorgängerregierung ins Leben gerufen wurde. Zwischen 2025 und 2027 soll Volánbusz voraussichtlich 1.000 neue, in Ungarn hergestellte Fahrzeuge erhalten, darunter viele klimatisierte Niederflurfahrzeuge, die mit modernen Fahrgastinformationssystemen ausgestattet sind.

Anfang dieses Jahres nahm die MÁV-Gruppe ihren 500. neuen Bus in Empfang; der 700. soll noch vor Ende 2026 geliefert werden, und die verbleibenden 300 sollen bis 2027 in Betrieb genommen werden.

Vitézy erklärte, dass nach der Stabilisierung des täglichen Betriebs die Priorität der Regierung darin bestehen werde, zuverlässige Lieferketten für Ersatzteile wiederherzustellen, die Wartungskapazitäten zu stärken und die langfristige Erneuerung der alternden ungarischen Busflotte abzuschließen.

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