Ungarns neue Schlüsselbehörde kann ihre Arbeit aufnehmen: Sind mit Fidesz verbundene Wirtschaftskreise und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens im Visier?

Das Parlament hat am Dienstag den Gesetzentwurf zur Einrichtung des Nationalen Amtes für Vermögensrückgewinnung und -schutz (NVVH) mit 143 Ja-Stimmen und 47 Nein-Stimmen verabschiedet. Die Aufgabe der Behörde wird es sein, öffentliches Vermögen zu schützen, die rechtswidrige Verwaltung von öffentlichem Vermögen aufzudecken und dieses zurückzugewinnen.
In der Begründung des Gesetzes heißt es, Ziel sei es, einen rechtlichen Rahmen zu schaffen, der es dem NVVH ermöglicht, die zum Schutz öffentlicher Vermögenswerte, zur Aufdeckung ihrer rechtswidrigen Verwaltung und zu ihrer Rückführung erforderlichen Aufgaben wirksam wahrzunehmen, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.
Das NVVH wird befugt sein, Risikobewertungen und Inspektionen zum Schutz des öffentlichen Vermögens durchzuführen sowie die Unterstellung von Organisationen unter die Aufsicht zum Schutz des öffentlichen Vermögens anzuordnen.

Sie wird im Rahmen ihrer Tätigkeit zudem das Recht haben, Räumlichkeiten, Archive, Lagerräume und Serverräume zu betreten, die im Zusammenhang mit einer Ermittlung stehen; alle relevanten Dokumente, Aufzeichnungen, Verträge oder elektronischen Datenträger einzusehen; die Zahlungskonten und finanziellen Vermögenswerte einer unter Aufsicht gestellten Organisation zu prüfen; Ermittlungs- und Strafverfolgungsbefugnisse zur Rückgewinnung und zum Schutz öffentlicher Vermögenswerte auszuüben; sowie die Unterstützung der Polizei, der Staatsanwaltschaft, der Nationalen Steuer- und Zollverwaltung oder anderer Stellen anzufordern.
Der Präsident und die Vizepräsidenten der Behörde werden vom Parlament innerhalb von 30 Tagen nach Inkrafttreten des Gesetzes gewählt.
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