Tisza-See in Gefahr: Alarmglocken läuten am Touristenmagneten – Fotos

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Der Wasserstand des Tisza-Sees ist an der oberen Messstelle in Kisköre unter 700 Zentimeter gefallen. Nach Angaben der Wasserbehörde des mittleren Tisza-Tals ist der Rückgang auf einen extremen Niederschlagsmangel im Einzugsgebiet der Tisza, außergewöhnlich geringe Zuflüsse und eine erhöhte Verdunstung zurückzuführen.

Der Tisza-See existiert aufgrund der bewässerten Ackerbauwirtschaft

Wasserwirtschaftsexperten arbeiten daran, die verfügbaren Wasserressourcen zu schonen und gleichzeitig den landwirtschaftlichen und ökologischen Wasserbedarf, den Wassertransfer im Körös-Tal sowie die Wasserversorgung des Tisza-Abschnitts unterhalb von Kisköre sicherzustellen.

Lake Tisza
Foto: Facebook/Közép Tisza vidéki Vízügyi Igazgatóság – Kötivizig

Der Tisza-See ist kein natürlicher See, sondern ein künstlicher Stausee, der in der Tisza-Aue angelegt wurde. Seine Entstehung steht im Zusammenhang mit dem Kisköre-Staudamm, dessen Bau Ende der 1960er Jahre begann und dessen Wasserkraftanlagen bis 1974 fertiggestellt wurden. Der Staudamm dient in erster Linie der Wasserspeicherung, der Bewässerung und der Wasserwirtschaft, während sich auf der entstandenen Wasserfläche im Laufe der Zeit ein außergewöhnlich reichhaltiges Ökosystem entwickelt hat. Der rund 127 Quadratkilometer große See wird von der Tisza gespeist, und sein Wasserstand wird durch den Abfluss des Flusses sowie die Betriebsregelung der Wasserbehörden beeinflusst.

Lake Tisza
Foto: Facebook/Közép Tisza vidéki Vízügyi Igazgatóság – Kötivizig

Zahlreiche touristische Entwicklungen

In den letzten Jahren fanden in der Region auch bedeutende touristische Entwicklungen statt. In Tiszafüred wurden das Tisza-See-Radsportzentrum und die Tiszafüred–Poroszló-Radbrücke errichtet, der Freiluftstrand renoviert und im Jahr 2024 wurden zudem neue Besucherattraktionen, darunter das Kérész-Zentrum, eröffnet. Insgesamt wurden im Jahr 2024 in der Region 17 Projekte durchgeführt, die sowohl touristische Attraktionen als auch die Infrastruktur und die ökologischen Bedingungen betrafen. Am Strand von Tiszafüred wurde zudem ein weiteres Entwicklungsprojekt im Umfang von 300 Millionen Forint in Angriff genommen, das unter anderem einen Wasserspielplatz, einen Radweg und neue Dienstleistungsangebote umfasst.

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Lake Tisza
Foto: Facebook/Közép Tisza vidéki Vízügyi Igazgatóság – Kötivizig

Heute ist der Tisza-See ein beliebtes Ausflugsziel für Radfahrer, Wassertouristen, Angler und Schwimmer. Der Radweg rund um den See lässt sich sicher befahren, während Besucher bei Boots- und Kanufahrten das Schilf, die Inseln und die Kanäle erkunden können. Neben dem Schwimmen bieten sich Möglichkeiten zur Naturbeobachtung und zum Angeln. Der derzeitige Rückgang des Wasserstands ist daher nicht nur für die Wasserwirtschaft, sondern auch für den Tourismus ein wichtiges Thema.

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