Massive Explosion und verheerender Brand in strategisch wichtiger MOL-Raffinerie: Werden die Kraftstoffpreise erneut steigen? – Video

In der MOL-Ölraffinerie in Bratislava/Pozsony ist ein Brand ausgebrochen; Augenzeugen berichten von mindestens einer gewaltigen Explosion – hier ist, was wir bislang wissen.
Explosion und Brand in der MOL-Ölraffinerie in Bratislava/Pozsony
Am Freitag brach im MOL-Raffineriekomplex in Bratislava ein Brand aus, wie Ministerpräsident Péter Magyar bei der Pressekonferenz im Regierungsinformationszentrum unter Berufung auf gerade eingegangene Informationen mitteilte. Nach offiziellen Angaben geriet ein Lagertank in Brand; es gab keine Verletzten, und der Vorfall dürfte keine Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit haben, berichtete die ungarische Nachrichtenagentur.

Die in Bratislava ansässige Tageszeitung „Új Szó“ berichtete, dass dem Brand eine Beschädigung eines der Tanks zur Lagerung von Erdölprodukten vorausging, woraufhin sich der Inhalt entzündete. Anton Molnár, ein Sprecher von MOL, erklärte, es handele sich um einen doppelwandigen Tank, der den strengsten Sicherheitsvorschriften entspreche.

Das Unternehmen teilte mit, dass sich das Feuer nicht auf andere technische Anlagen oder Lagertanks ausgebreitet habe und den Raffineriebetrieb nicht beeinträchtigt habe. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt.
Das Feuer soll in Kürze gelöscht sein
Als die Reporter eintrafen, war am Unfallort nur noch wenig Rauch zu sehen, und die Flammen waren praktisch erloschen. Nach Angaben des MOL-Sprechers werde das Feuer in Kürze vollständig gelöscht sein. Augenzeugen vor Ort berichteten, es habe in der Raffinerie eine Explosion gegeben, die in der gesamten Umgebung deutlich zu hören gewesen sei. Sie beschrieben, wie die Fenster mehrerer nahegelegener Gebäude zitterten, während dichter Rauch über der Ölraffinerie aufstieg.
Hier ist ein Video des Brandes:
Die aktuelle Lage im Slovnaft-Werk in Bratislava. Gegen 13:40 Uhr war eine Explosion zu hören, gefolgt von hohen Flammen; derzeit zieht dichter schwarzer Rauch in Richtung Petržalka und weiter nach Österreich. pic.twitter.com/PA9afM7sjP—
Peter Svitek (@SvitekPeter) 7. August 2026
Die MOL gehörende Slovnaft-Raffinerie verarbeitet russisches Rohöl und verfügt über eine maximale Kapazität von 6,1 Millionen Tonnen pro Jahr, was bei Vollauslastung 124.000 Barrel Rohöl pro Tag entspricht. Sie gilt als eine der komplexesten Raffinerien Europas und ist sowohl für MOL als auch für die Kraftstoffversorgung in der Region von entscheidender Bedeutung, wie portfolio.hu berichtete.

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Die Eigentümer von MOL
MOL wird allgemein als ungarisches Staatsunternehmen angesehen, obwohl es mehrere Eigentümer hat:
- Ausländische Investoren: ~31,2 % (hauptsächlich internationale institutionelle Fonds)
- MOL-New Europe Foundation: 10,49 %
- Stiftung „Maecenas Universitatis Corvini“: 10,00 %
- Stiftung „Mathias Corvinus Collegium“ (MCC): 10,00 %
- Inländische institutionelle Anleger: ~9,0 %
- Mitarbeiterbeteiligungsprogramm (ESOP) der MOL Plc.: ca. 8,0 %
- Inländische Privatanleger: ~5,3 %
- OTP Bank Plc. + OTP Fund Management: 5,16 %
- UniCredit Bank AG: 4,20 %
- ING Bank N.V.: 4,18 %
- MOL Plc. Eigene Aktien: ~2,5 % [1]
Der ungarische Staat hält jedoch direkt nur die einzige stimmberechtigte Vorzugsaktie der „Serie B“ (Golden Share), die ihm ein Vetorecht bei wichtigen strategischen Entscheidungen einräumt.

