Ungarischer Pilger nach Sturzfluten in Nepal vermisst – Fotos

Sprache ändern:
Nach Sturzfluten in Nepal wird nach einem ungarischen Staatsbürger gesucht, teilte das Außenministerium am Mittwoch der ungarischen Nachrichtenagentur MTI mit.
Ein ungarischer Pilger hielt sich in dem von den Sturzfluten betroffenen Gebiet auf; die Bemühungen, seine Identität und seinen Verbleib zu ermitteln, dauern noch an, so das Ministerium. Nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde werden mindestens 384 Touristen – darunter 291 Ausländer – als vermisst gemeldet.

Der Honorarkonsul Nepals erklärte, dass sich ein ungarischer Pilger in dem betroffenen Gebiet aufgehalten habe. Konsularbeamte verfolgten die Entwicklungen aufmerksam und stünden in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden, teilte das Außenministerium mit.
Am Mittwoch fegten Sturzfluten durch mehrere Dörfer im Nordosten Nepals. Nach Angaben der Behörden forderte die Katastrophe mehr als 50 Menschenleben und beschädigte Straßen, Brücken und die Energieinfrastruktur in Gebieten nahe der Grenze zu Tibet.

Die Zahl der Todesopfer bei den Sturzfluten an der nepalesisch-chinesischen Grenze steigt auf 97, Dutzende werden vermisst
Die Zahl der Todesopfer nach einer verheerenden Sturzflut an der nepalesisch-chinesischen Grenze stieg auf 97, da am Mittwoch in Nepal nach Sturzfluten und Schlammlawinen nahe der chinesischen Grenze mindestens 384 Touristen und Reisende sowie Soldaten und Polizisten als vermisst gemeldet wurden, wie Behördenvertreter laut Anadolu mitteilten.
Shailendra Thapa, ein Sprecher der Bewaffneten Polizei, erklärte, Rettungskräfte hätten 97 Leichen geborgen, während 54 Menschen aus dem von der Flut betroffenen Gebiet gerettet worden seien. Zuvor hatte der nepalesische Außenminister Sishir Khanal das Parlament über die Katastrophe informiert und erklärt, dass unter den Vermissten auch Beamte, Soldaten und Polizisten seien, nachdem Sturzfluten ihre Kasernen weggerissen hätten. Die nepalesische Tourismusbehörde teilte separat mit, dass sie 384 vermisste Personen registriert habe.

Die Behörden „arbeiten daran, den Aufenthaltsort und den Sicherheitsstatus der Touristen und Reisenden zu überprüfen, die sich in den betroffenen Gebieten aufhielten oder diese durchquerten“, so das Amt. Khanal erklärte, dass zudem 29 Polizeibeamte und 44 Soldaten vermisst würden, nachdem die Fluten ihre Kasernen im Distrikt Rasuwa weggerissen hätten.
Nach Schätzungen der Regierung wurden mindestens 19 Brücken weggespült und 40 Kilometer (25 Meilen) Straße beschädigt, ebenso wie 13 Wasserkraftprojekte. Zudem wurden etwa 200 Lastwagen mitgerissen. Khanal erklärte, am Mittwoch habe ein Erdbeben das Grenzgebiet erschüttert, das eine Lawine ausgelöst habe, welche „schließlich zum Zusammenbruch von Gletscherseen in der chinesischen Region Tibet führte“.
Peking bezeichnet die Region als Autonome Region Xizang. „Durch die Überschwemmung wurden zahlreiche Wasserkraftwerke, Regierungsgebäude und Straßeninfrastrukturen zerstört“, sagte Khanal. Ein Erdbeben der Stärke 4,4 erschütterte laut dem US Geological Survey um 8.37 Uhr Ortszeit (02.52 Uhr GMT) das Dorf Kodari in Nepal, das an das chinesische Tibet grenzt.

Auf beiden Seiten der Grenze wurden groß angelegte Such- und Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Zu den als vermisst gemeldeten Personen gehören Menschen aus Nepal, Indien, dem Vereinigten Königreich, Südafrika, Australien und den Niederlanden, während die Nationalitäten vieler anderer noch nicht bestätigt wurden.
Acht südkoreanische Staatsangehörige galten als „vermisst“, während zehn weitere nach den Überschwemmungen in Nepal gestrandet waren, berichtete die in Seoul ansässige Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf das südkoreanische Außenministerium. Khanal erklärte, die Überschwemmungen hätten in den Distrikten Rasuwa, Dhading und Chitwan weitreichende Zerstörungen verursacht.
Haben Sie diesen Artikel gelesen? Rettungsteam einer baptistischen Hilfsorganisation kehrt mit ungarischem Baby aus Nepal zurück

