Der ungarische Ölkonzern MOL reagierte auf die Entscheidung der Regierung zur Dieselpreisstützung

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Der ungarische Öl- und Gaskonzern MOL hat das neue Diesel-Hilfsprogramm der Regierung unterstützt, jedoch davor gewarnt, dass die Wiedereinführung einer Preisobergrenze für Kraftstoffe innerhalb weniger Tage zu einer Verknappung von Benzin und Diesel führen könnte.
Das Unternehmen erklärte, die von der Regierung angekündigte monatliche Beihilfe in Höhe von 5.000 HUF (13,76 EUR) sei eine bessere Lösung als die Wiedereinführung der früheren Preisregulierung, da sie den von den steigenden Dieselkosten am stärksten betroffenen Verbrauchergruppen gezielte Hilfe biete, ohne dabei Kraftstoffimporte zu behindern.
Ein Preisstopp könnte die Importe beeinträchtigen
Laut MOL würde die Wiedereinführung eines regulierten Kraftstoffpreises die Importe sofort reduzieren, da die Lieferanten bei den künstlich niedrigen Inlandspreisen nicht mehr rentabel arbeiten könnten. Das Unternehmen warnte, dass dies bereits innerhalb weniger Tage zu Benzin- und Dieselengpässen führen könnte. MOL erklärte, der internationale Kraftstoffmarkt sei zudem zunehmend instabil geworden. Konflikte rund um die Straße von Hormus sowie ukrainische Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur hätten zu einer weltweiten Verknappung des Angebots beigetragen.
Auf der Grundlage der Juli-Zahlen gab MOL an, dass die weltweiten Dieselexporte um 21 % unter dem Vorjahresniveau lagen, während die Benzinexporte um 14 % zurückgegangen seien. Auch die Diesel-Lieferungen aus Indien und der Türkei in die Europäische Union seien zurückgegangen, was zum Teil auf EU-Beschränkungen für Produkte aus russischem Rohöl zurückzuführen sei. Niedrigere Wasserstände auf wichtigen Transportwegen stellen eine zusätzliche Herausforderung dar und erschweren den Transport von importiertem Kraftstoff ins europäische Landesinnere, wie „Blikk“ berichtet.
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Die Nachfrage nach Diesel dürfte steigen
MOL rechnet zudem damit, dass die Nachfrage nach Diesel in ganz Europa in den kommenden Wochen deutlich ansteigen wird, da der Kontinent in eine seiner stärksten saisonalen Verbrauchsphasen eintritt. Das Unternehmen erklärte, dass in den nächsten zwei Monaten mit einer besonders hohen Nachfrage zu rechnen sei, und dies zu einem Zeitpunkt, an dem das Angebot ohnehin bereits knapp ist. Dieser Druck spiegelt sich in den internationalen Preisen wider. MOL berichtete, dass der weltweite Ölpreis am 8. September um 53 % höher lag, während der europäische Dieselpreis um 89 % höher war als vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs.
Das Unternehmen erklärte, die Aufrechterhaltung einer stabilen inländischen Kraftstoffversorgung und die Sicherstellung kontinuierlicher Importe gehörten daher zu seinen Hauptprioritäten. Trotz der zunehmend begrenzten Verfügbarkeit auf den internationalen Märkten konnte Ungarn bislang Kraftstoffengpässe vermeiden.
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MOL bietet vorübergehenden Rabatt auf Superbenzin an
MOL-Vorstandsvorsitzender Zsolt Hernádi und weitere Führungskräfte des Unternehmens wurden kürzlich zu einer Regierungssitzung eingeladen, um zu erörtern, wie die Kraftstoffpreise eingedämmt werden könnten, ohne dass es zu Engpässen kommt oder dem Staatshaushalt eine zusätzliche monatliche Belastung in Höhe von 50–100 Milliarden HUF entsteht. Im Anschluss an das Treffen kündigte MOL einen vorübergehenden Rabatt von 35 HUF pro Liter auf seine EVO Plus-Premiumkraftstoffe für Kunden an, die die MOL Move-App nutzen und über einen berechtigten Rabattgutschein verfügen.
Die Aktion gilt an drei Wochenenden: vom 10. bis 13. September, vom 17. bis 20. September und vom 24. bis 27. September. MOL erklärte, die ungarischen Kraftstoffpreise im Einzelhandel lägen weiterhin unter dem EU-Durchschnitt, argumentierte jedoch, dass die inländischen Preise im Großen und Ganzen an die Preise in den Nachbarländern angeglichen bleiben müssten. Sollte ungarischer Kraftstoff deutlich günstiger werden als auf dem regionalen Markt, könnte es für Importeure nicht mehr rentabel sein, Kraftstoff ins Land zu bringen.
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