Wie ein brillanter ungarischer Unternehmer Amerika nach dem 11. September half – und dafür keine Gegenleistung verlangte

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Ein von acht Polizeimotorradfahrern eskortiertes Auto traf vor dem Firmensitz ein und transportierte beschädigte, verbrannte und zerfetzte Speichergeräte. Die Amerikaner konnten nur hoffen, dass das weltweit führende ungarische Unternehmen Kürt in der Lage sein würde, die bei den Terroranschlägen vom 11. September beschädigten Daten wiederherzustellen. Das von Sándor Kürti gegründete Unternehmen vollbrachte daraufhin eine erstaunliche Leistung.
Bush war von der Fachkompetenz des Unternehmens beeindruckt
„Sagen Sie mir – was macht Sie so gut in Ihrem Fachgebiet?“, fragte Präsident Bush Sándor Kürti, den Gründer und Vorstandsvorsitzenden des weltweit führenden ungarischen Datenrettungsunternehmens Kürt, während eines offiziellen Besuchs in Budapest.
Das Unternehmen hatte das scheinbar Unmögliche geschafft: Es hatte unschätzbare Daten von Speichermedien wiederhergestellt, die zusammen mit den Zwillingstürmen zu Boden gestürzt waren und bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 schwer beschädigt und verbrannt worden waren.

Die Bilder des Anschlags vom 11. September auf das symbolträchtige World Trade Center in New York schockierten die Welt. Doch in Budapest erkannte man sofort, dass die Folgen möglicherweise spezialisierte technische Hilfe erfordern würden. Dea Csuba, eine Mitarbeiterin von Kürt, schlug vor, dass die Vereinigten Staaten möglicherweise das Fachwissen des ungarischen Datenrettungsunternehmens benötigen könnten.

Das Unternehmen nahm bald Kontakt zur ungarischen Botschaft in Washington auf und bot an, Daten von Computerspeichergeräten wiederherzustellen, die aus den Trümmern der Zwillingstürme geborgen worden waren. Darüber hinaus verlangte es keine Bezahlung.
Die Vereinigten Staaten nahmen das Angebot innerhalb weniger Tage an, wobei das FBI dem Unternehmen strenge Vertraulichkeitsauflagen auferlegte.
Die beschädigten Festplatten wurden nach Budapest geschickt
Die ungarischen Experten mussten nicht einmal nach Amerika reisen. Die aus den Trümmern geborgenen Festplatten wurden nach Ungarn transportiert, wo die außerordentlich schwierige Wiederherstellungsaktion begann.
Das Ergebnis überraschte sogar die Amerikaner. Nach den Erinnerungen von Sándor Kürti gelang es dem Unternehmen, rund 96 Prozent der Daten wiederherzustellen, die bei den Anschlägen vom 11. September als verloren galten. Nur Informationen, die auf Geräten gespeichert waren, die durch die beim Aufprall der Flugzeuge auf die Türme entstandene extreme Hitze physisch zerstört worden waren, gingen endgültig verloren.

Obwohl das Unternehmen für seine Unterstützung keinen einzigen Dollar direkt erhielt, erwies sich die Aktion wirtschaftlich als Wendepunkt. Kürti wurde weltweit bekannt und entwickelte sich zu einem der führenden Namen im Bereich der Datenwiederherstellung und Informationssicherheit.
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Dankesworte des Ministerpräsidenten und des Präsidenten
Die Geschichte hatte zudem eine diplomatische Fortsetzung. Zunächst bedankte sich George Pataki, der damalige Gouverneur von New York, persönlich bei Sándor Kürti. Später, als George W. Bush Budapest besuchte, wollte auch der amerikanische Präsident ihn treffen.

Bush sprach Herrn Kürti während eines Abendessens im Parlament an. Herr Kürti erinnerte sich, dass der Präsident hocherfreut war, ihn endlich persönlich kennenzulernen.
Er erinnert sich wortwörtlich an Bushs Worte: „Alex, ich freue mich so sehr, Sie endlich kennenzulernen.“ Der Präsident fragte daraufhin, was das ungarische Unternehmen in seinem Tätigkeitsbereich so erfolgreich mache.
Während Herr Kürti über die Arbeit des Unternehmens sprach, hielt Bush laut Index seine Hand in einem ausgiebigen Händedruck fest.
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