10 chinesische Gastarbeiter und 37 Etagenbetten in einem ehemaligen Restaurantgebäude in Szeged aufgefunden

Bei Kontrollen Ende Juli fanden die Behörden in einem ehemaligen Restaurant in Szeged 10 chinesische Gastarbeiter und 37 Metall-Etagenbetten vor. Die Beamten stellten anschließend fest, dass das Gebäude in seinem derzeitigen Zustand nicht als Unterkunft geeignet war.
Gastarbeiter aus China in einem baufälligen Restaurantgebäude aufgefunden
Die Kontrollen fanden zwischen dem 29. und 31. Juli im ehemaligen Restaurant „Kék Csillag“ am Olajbányász-Platz statt. Die Behörden überprüften sowohl das Gebäude als auch die dort anwesenden Ausländer. Das Bezirksamt Csongrád-Csanád stellte mehrere Unregelmäßigkeiten in der Immobilie fest. Es gab keinen Brandschutzplan, und der Betreiber konnte nicht nachweisen, dass die Gastarbeiter eine Brandschutzschulung erhalten hatten, berichtet die lokale Zeitung „Szegeder“.
Mehrere Sicherheitsmängel aufgedeckt
Das Gebäude verfügte weder über eine funktionsfähige Brandmeldezentrale noch über eine fest installierte Feuerlöschanlage, und es war kein Feuerlöscher mit gültiger Prüfbescheinigung vorhanden. Die Beamten stellten zudem fest, dass der Betreiber nicht nachweisen konnte, dass die Küchenlüftungsanlage und die elektrischen Anlagen den Brandschutzanforderungen entsprachen oder dass die LPG-Flaschen ordnungsgemäß gelagert wurden. Auch den großen Gasgeräten in der Küche des Betriebs fehlten die erforderlichen Konformitätsbescheinigungen.
Die Behörde kam daher zu dem Schluss, dass das Gebäude derzeit nicht als Unterkunft geeignet sei. Der Betreiber wurde verwarnt und angewiesen, die Mängel zu beheben. Die Beamten erklärten, sie hätten keine Umstände festgestellt, die eine unmittelbare Gefahr für Leben, körperliche Unversehrtheit oder Eigentum darstellten; daher wurde eine Verwarnung ausgesprochen, anstatt strengere Maßnahmen zu ergreifen.
Einwanderungsverfahren eingeleitet
Die Anwesenheit der 10 chinesischen Staatsangehörigen führte zu einem separaten Verfahren durch die Nationale Generaldirektion für Ausländerpolizei (OIF). Alle 10 Gastarbeiter verfügten über gültige chinesische Reisepässe und gültige ungarische Aufenthaltsgenehmigungen, die sie zur Arbeit in Ungarn berechtigten. Die Beamten stellten jedoch fest, dass sie an einem anderen Ort und in anderen Berufen tätig waren als in ihren Aufenthaltsgenehmigungen angegeben.
Die OIF leitete daher ein Einwanderungsverfahren ein, um zu prüfen, ob ihre Beschäftigung rechtmäßig war. Die Behörde hat nicht bekannt gegeben, warum sich die Arbeitskräfte in dem ehemaligen Restaurant aufhielten oder ob sie dort wohnten.
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Doch warum gab es dort 37 Etagenbetten?
Der Fund von 37 Etagenbetten warf die Frage auf, ob das ehemalige Restaurant als Unterkunft für Gastarbeiter genutzt wurde. Bei ihrer Inspektion zählte die örtliche Behörde 37 Metall-Etagenbetten im ehemaligen Speisesaal. Die Beamten erklärten jedoch, es sei offensichtlich, dass die Betten nicht in Gebrauch waren und sich im Gebäude lediglich noch ihre Gestelle befanden.
Die Gemeinde wies den Betreiber dennoch darauf hin, dass die Immobilie in ihrem derzeitigen Zustand nicht als Unterkunft für Gastarbeiter genutzt werden dürfe. Eine solche Unterkunft müsse gesetzliche Anforderungen hinsichtlich Schlaf-, Wasch- und Toiletteneinrichtungen sowie in Bezug auf das Kochen, die Lagerung von Lebensmitteln und den Essbereich erfüllen. Wichtig ist, dass an der Immobilie kein registrierter Beherbergungsbetrieb betrieben wurde.
Aus den kommunalen Unterlagen geht hervor, dass das Restaurant „Kék Csillag“ seit 1997 als Gastronomiebetrieb registriert war, es gab jedoch keine Eintragung für Beherbergungsdienstleistungen. Der Betreiber kündigte daraufhin an, dass der Restaurantbetrieb eingestellt und die Immobilie vermietet werde. Der Betrieb wurde später aus dem amtlichen Register gestrichen.
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Handelte es sich tatsächlich um eine Unterkunft für Gastarbeiter?
Trotz der Etagenbetten und der Anwesenheit der chinesischen Staatsangehörigen gibt es derzeit keine offizielle Bestätigung dafür, dass das Gebäude als Arbeiterunterkunft genutzt wurde oder dass die chinesischen Staatsangehörigen dort untergebracht waren. Die OIF hat weder den Zweck des Aufenthalts der Arbeiter in dem Gebäude noch etwaige Zusammenhänge mit den Etagenbetten offengelegt.
Auch Fragen zu einem möglichen Zusammenhang zwischen dem Grundstück und BYD oder dessen Zulieferern blieben seitens der Stadtverwaltung von Szeged unbeantwortet. Als Journalisten den Standort am 7. September besuchten, waren die Fenster des Gebäudes von innen verdeckt, sodass nicht festgestellt werden konnte, ob sich die Etagenbetten oder andere unterkunftsbezogene Einrichtungsgegenstände noch dort befanden.
Bislang haben die Behörden mehrere Sicherheitsmängel sowie einen Verstoß gegen die mit den Aufenthaltsgenehmigungen der Arbeiter verbundenen Auflagen festgestellt. Ob das ehemalige Restaurant tatsächlich zur Unterbringung der Arbeiter genutzt wurde, bleibt unbestätigt.
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