Acht slowakisch-ungarische Schüler wurden nach einer Klassenfahrt in Frankreich zurückgelassen

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Eine Schulreise nach England endete für acht Schüler einer ungarischsprachigen Sekundarschule in Šahy in der Südslowakei kontrovers, nachdem sie mit einem Lehrer in Frankreich zurückgelassen worden waren, während der Rest der Gruppe nach Hause reiste.
Die sechs Mädchen und zwei Jungen im Alter zwischen 15 und 17 Jahren wurden in der Stadt Forbach nahe der französisch-deutschen Grenze zurückgelassen, nachdem die Organisatoren einigen Schülern unangemessenes Verhalten und Störung der Ruhe in ihrer Unterkunft vorgeworfen hatten. Über den Vorfall berichteten die slowakischen Medien Új Szó und tnlive.sk.
Schüler nach Zwischenfall in Frankreich zurückgelassen
Die Gruppe war im Rahmen einer von der ungarischsprachigen Sekundarschule in Šahy organisierten Schulreise nach England gereist. Am letzten Abend der Reise, während die Gruppe in Forbach untergebracht war, sollen einige Schüler wiederholt andere Gäste gestört haben.
Nach Angaben des Reiseveranstalters hämmerten die Schüler wiederholt gegen Türen entlang des Hotelflurs und störten dadurch andere Gäste. Berichten zufolge öffneten mehrere Gäste ihre Türen und drohten, die Polizei zu rufen.
Der Veranstalter erklärte, die Schüler hätten zudem eine Warnung, dass ihre Verhaltensnote herabgestuft werden könnte, mit Gelächter abgetan. Infolgedessen beschloss der Veranstalter, dass die acht Schüler nicht weiter mit dem Rest der Gruppe reisen würden. Ein Lehrer blieb mit ihnen in Frankreich zurück.
Nach Angaben des Veranstalters hatten die Eltern zuvor eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach ein Schüler im Falle eines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Disziplin von der Reise ausgeschlossen werden könne, wobei die Eltern für die Kosten der Rückreise des Schülers aufzukommen hätten.
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Die Eltern berichten, die Jugendlichen seien schockiert gewesen
Die Eltern bestreiten die Entscheidung und erklären, die Schüler seien in Frankreich praktisch im Stich gelassen worden. Klaudia Uhor, die Mutter eines der Schüler, berichtete gegenüber tnlive.sk, dass die Jugendlichen zunächst glaubten, der Bus mache nur einen Scherz, als er ohne sie abfuhr.
Nach etwa einer halben Stunde wurde ihnen jedoch klar, dass die Gruppe nicht zurückkommen würde, um sie abzuholen, sagte sie.
Die Eltern waren daraufhin gezwungen, die Heimreise ihrer Kinder zu organisieren und zu bezahlen. Die Schüler reisten zunächst nach Frankfurt und dann nach Wien, wo ein von ihren Eltern gemieteter separater Bus sie abholte und zurück in die Slowakei brachte.
Uhor erklärte, die Situation sei besonders besorgniserregend gewesen, da die Reiseversicherung der Schüler um Mitternacht auslaufen sollte.
„Wir mussten schnell handeln, denn ihnen hätte alles Mögliche zustoßen können“, sagte sie laut tnlive.sk.
Die Eltern haben Strafanzeige erstattet und arbeiten im Zusammenhang mit dem Vorfall zudem mit Rechtsanwälten zusammen.
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Der Veranstalter erklärt, die Regeln seien im Voraus vereinbart worden
Die Reiseveranstalterin beharrt darauf, dass die Entscheidung im Einklang mit den Regeln getroffen wurde, die vor der Reise mit den Eltern vereinbart worden waren. Sie erklärte außerdem, dass zwei der acht Schüler die Regeln nicht persönlich verletzt hätten, sondern aus Solidarität mit den anderen sechs in Frankreich geblieben seien.
„Es gab keinen Alkohol, keine Drogen, nichts dergleichen“, erklärte Richard Segeč, der Vater eines der Schüler, gegenüber tnlive.sk.
Die Organisatorin erklärte, sie verfüge zudem über Videoaufnahmen der Vorfälle.
Unterdessen erklärte Rechtsanwalt Miroslav Chromý, der die Eltern vertritt, es sei noch zu früh, um festzustellen, ob der Vorfall eine Straftat oder eine sonstige Pflichtverletzung darstelle. „Die Klärung des Sachverhalts und dessen rechtliche Bewertung liegen vollständig in den Händen der zuständigen Behörden, die den Fall bearbeiten“, sagte er.
Auch die Schulleitung befasst sich mit dem Vorfall. Die genauen Umstände und rechtlichen Konsequenzen der Entscheidung stehen noch nicht fest.

