Energieeffizienz und Finanzierung als Wegweiser für die Zukunft der ungarischen Bauindustrie

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Wohin steuert die ungarische Bauwirtschaft in einer sich wandelnden Wirtschafts- und Energielandschaft? Das „Building Future – Herbstforum der Bauindustrie“ versuchte, diese Frage zu beantworten, indem es wichtige Akteure aus den Bereichen Bauwesen, Logistik, Elektrotechnik und Finanzwesen zusammenbrachte. Das groß angelegte Fachforumfand am 24. September im Aquaworld Resort Budapest statt und konzentrierte sich auf die aktuellen Herausforderungen der Branchen, die Zukunft des Bauwesens, Energieeffizienz und Finanzierungsmöglichkeiten. Die von der HAD Group, die auf eine mehr als 30-jährige Geschichte zurückblicken kann, organisierte Veranstaltung konzentrierte sich nicht nur auf die Bewertung der aktuellen Lage, sondern auch auf die Erkundung möglicher Zukunftsperspektiven und der Geschäftsmöglichkeiten, die sich aus der Zusammenarbeit ergeben.
Das zentrale Thema der Veranstaltung war die Erarbeitung nachhaltiger und wirksamer Lösungen für die Herausforderungen der Branche. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Ernő Hadnagy, Eigentümer und Geschäftsführer der HAD-Gruppe, der in seiner Ansprache offen über die Herausforderungen der letzten Jahre und den Wandel der Gruppe sprach und dabei die Bedeutung der fachlichen Zusammenarbeit und des kollektiven Denkens in einem sich wandelnden Marktumfeld hervorhob.
„Unsere Gruppe ist ein wenig wie ein Werkzeugkasten: Jedes Werkzeug ist ein eigenständiges Element, das seine Aufgabe für sich erfüllt, doch seine wahre Stärke zeigt sich erst dann, wenn Sie für ein komplexes Projekt nicht an fünf verschiedenen Orten nach den benötigten Werkzeugen suchen müssen, da Ihnen der gesamte Satz direkt zur Verfügung steht. Für uns ist dieses Ökosystem um die Wertschöpfungskette der Immobilienentwicklung und des Bauwesens herum aufgebaut“, betonte Ernő Hadnagy, Eigentümer und Geschäftsführer der HAD Group. In seiner Eröffnungsrede betonte er, dass das Ziel der Veranstaltung „Building Future“ nicht der Verkauf sei, sondern die Initiierung eines offenen fachlichen Dialogs mit den Marktakteuren, in dem die Zukunft gemeinsam gestaltet werden könne, indem die jeweiligen Kompetenzen gebündelt würden.

Ungarns Bauindustrie: eine vereinte Kraft aus unterschiedlichen Richtungen
„Zuvor erzielten die zu dieser Gruppe gehörenden Unternehmen zwar hervorragende Leistungen, agierten jedoch nebeneinander, jedes auf seinem eigenen Weg. Diese Erkenntnis war der eigentliche Ausgangspunkt für die Gründung der HAD-Gruppe. Bis dahin hatten wir lediglich mit dem Namen gespielt, doch erst dieser Umdenkprozess formte uns zu einer echten Unternehmensgruppe. In diesem Rahmen ist es die Teamarbeit, die es unseren hervorragenden Mitarbeitern ermöglicht, gemeinsam außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. Wir suchen Partnerschaften, Joint Ventures und Gelegenheiten, bei denen wir uns gegenseitig in unseren Kompetenzen ergänzen können. Im Laufe der Jahre haben wir gelernt, dass auf dem heutigen Markt nicht mehr Einzelkämpfer die Zukunft gestalten. Indem wir unsere Kräfte bündeln, können wir so viel mehr erreichen“, sagte Tamás Nagy, Business Development Director bei der HAD Group.
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Makroökonomische Herausforderungen und Finanzstrategien
Die Fachvorträge zu Beginn der Veranstaltung stellten die Aussichten der Branche in einen breiteren makroökonomischen und internationalen Kontext. Der Ökonom Zoltán Pogátsa analysierte die Entwicklungen in der globalen und inländischen Wirtschaftslandschaft, während Mariann Trippon, Senior Analystin bei der CIB Bank, in ihrem Vortrag auf das sich beschleunigende Tempo des Wandels, die Bedeutung der technologischen Anpassung und die Notwendigkeit des Umgangs mit wirtschaftlichen Unsicherheiten hinwies. Die Expertin skizzierte die Auswirkungen geopolitischer Spannungen – Entwicklungen bei den Energiepreisen und Transportwegen – sowie inländischer makroökonomischer Indikatoren auf das Investitionsklima.
Die Finanzpodiumsdiskussion des Forums befasste sich mit zentralen Fragen der Finanzierung, wobei Bank- und Finanzexperten Themen behandelten, die von der aktuellen Lage und den Aussichten für den Immobilien- und Bausektor – ausgehend von der aktuellen Situation und den Perspektiven dieser Märkte über die Finanzierbarkeit von Projekten bis hin zur Bewertung von Bauunternehmen durch Banken – reichten. Die Diskussion befasste sich zudem mit den Arten von Projekten, die Banken als finanzierbar erachten, den Faktoren, die ein Bauunternehmen langfristig finanzierbar machen, sowie der Rolle, die Förder- und Garantiesysteme – darunter die Programme SZKP, EXIM und MFB – bei der Finanzierung von Investitionen und KMU spielen können. Die Experten waren sich einig, dass neben immer strengeren Anforderungen der Banken nun auch ESG-Kriterien und Energieeffizienz einen direkten geschäftlichen Mehrwert und einen Finanzierungsvorteil darstellen.
Baukrise oder Effizienzrevolution?
Bence Bolfán, Geschäftsführer von HAD Consulting, analysierte in seinem Vortrag mit dem Titel „Die Zukunft der Bauwirtschaft nach 2026 – Krise, Stagnation oder erneutes Wachstum?“ die Aussichten für die ungarische Bauwirtschaft zwischen 2026 und 2028 sowie die wichtigsten Markttrends für den kommenden Zeitraum. Er wies darauf hin, dass der Abschwung in erster Linie auf eine Abschwächung der Investitionsnachfrage zurückzuführen sei, während Produktivität, finanzielle Stabilität und die Qualität der Projektvorbereitung in der kommenden Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen würden. „Selbst in einem schwierigen Markt ist es möglich, Wert zu schaffen“, betonte Bence Bolfán, Geschäftsführer von HAD Consulting.
In der anschließenden Podiumsdiskussion erörterten wichtige Akteure des Baumarktes, wie sich die aktuellen Marktherausforderungen in konkrete fachliche und unternehmerische Maßnahmen umsetzen lassen und welche technologischen, organisatorischen und einstellungsbezogenen Veränderungen erforderlich sind, um die Bauwirtschaft auf einen effizienteren Kurs zu bringen. Im Mittelpunkt der Diskussion stand daher nicht nur die Identifizierung der Herausforderungen, sondern auch mögliche Antworten und Maßnahmen. „Es reicht nicht aus, über die Herausforderungen der Baubranche zu sprechen – wir müssen handeln“ , betonte István Derczó, Gründer und Inhaber von Weinberg 93 Kft.
Energie ist zum neuen Baustoff geworden
Das Hauptthema der Nachmittagssitzung war der Zusammenhang zwischen Energiemanagement und der Bauindustrie. Attila Holoda, Energieexperte und Geschäftsführer von Aurora Energy Kft., wies in seinem Vortrag darauf hin, dass die Energiepreise und die Kosten für Kohlendioxidemissionen die gesamte Wertschöpfungskette im Bauwesen durchziehen – von der Materialproduktion bis zur Bauausführung. Unter anderem betonte er, dass Energie nicht mehr nur ein Betriebskostenfaktor (OPEX) sei, sondern einer der grundlegendsten Parameter bei der Planung und den Lebenszykluskosten (LLC) von Gebäuden.
„Die Energiekosten ziehen sich durch die gesamte Wertschöpfungskette im Bauwesen, wobei das Ausmaß ihrer Auswirkungen von der gewählten Technologie, dem Vertrag und der Methode der Kostenverrechnung abhängt. Somit können sich die Energiekosten bereits im Materialpreis widerspiegeln. Energie ist nicht mehr nur ein Gemeinkostenaufwand, sondern ein Planungsparameter“ , erklärte Attila Holoda, Geschäftsführer von Aurora Energy Kft., in seinem Vortrag.
In der anschließenden Podiumsdiskussion zum Thema Energie wurde untersucht, wie Energie zu einem entscheidenden Geschäftsfaktor bei der Planung und dem Betrieb von Gebäuden wird. Die Experten versuchten zu erörtern, wie bereits in der Planungsphase energiebezogene Entscheidungen getroffen werden können, die langfristig die Betriebskosten senken, den Wert von Immobilien steigern und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen verbessern. Zu den zentralen Themen gehörten die energetische Modernisierung des bestehenden Gebäudebestands, die Geschäftsmöglichkeiten durch intelligente Gebäudetechnologien sowie die wirtschaftlichen Aspekte der Energieunabhängigkeit: die Kapitalrendite von Photovoltaikanlagen, Energiespeichern, Elektrofahrzeugflotten und Stromabnahmeverträgen (PPAs). Eine wichtige Erkenntnis aus der Diskussion war, dass es bei Energieinvestitionen nicht mehr ausschließlich um Nachhaltigkeit geht: Bei richtiger Planung können sie zu kostensparenden, wertschöpfenden und langfristigen unternehmerischen Entscheidungen werden. Ein entscheidender Faktor hierfür ist die Sicherstellung, dass planerische, technische und bauliche Überlegungen bereits von Beginn des Projekts an integriert werden. Dieser ganzheitliche Ansatz lässt sich gut anhand der Arbeitsweise der HAD-Gruppe veranschaulichen: Durch die Nutzung des Fachwissens innerhalb der Gruppe ist sie in der Lage, ihre Partner während des gesamten Prozesses zu unterstützen – vom Entwurf über technische Lösungen bis hin zur Bauausführung.
Vertrauen als Gegenmaßnahme zur Bürokratie: Die Rolle der Neurobiologie für die Teamleistung
Der Fachteil der Veranstaltung endete mit einem Vortrag des Neurobiologen Máté Szász, der sich auf die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Entscheidungsträgern und Mitarbeitern sowie auf die Rolle des Gesundheitsbewusstseins konzentrierte.
„Durch Oxytocin gefördertes Vertrauen reduziert Bürokratie und Unsicherheit, und die daraus resultierenden Kosteneinsparungen können zu einer bis zu doppelt so hohen Teamleistung und einem sprunghaften Anstieg der Zusammenarbeit führen“, betonte der Neurobiologe Máté Szász in seinem Vortrag. Er argumentierte , dass der Zusammenhang zwischen Gehirnfunktion und Leistung auch von den Informationen bestimmt wird, die wir aufnehmen: „Informationenwirken sich genauso stark auf unseren Körper aus wie Nahrung. Man kann sich überernähren, pathologisch ausmagern, und im schlimmsten Fall können sie sogar giftig sein. Es kommt wirklich darauf an, welche ‚Ernährung‘ Sie Ihrem Gehirn zukommen lassen!“
Das „Building Future – Herbstforum der Bauwirtschaft“ endete neben den Fachvorträgen mit intensiven Networking-Möglichkeiten und Testfahrten, was das Hauptmotto der Veranstaltung unterstrich: „Die Zukunft baut auf Zusammenarbeit.“
Wie geht es weiter? Der ungarische Wohnungsmarkt steht vor einem großen Wandel, da die Regierung den sozialen Wohnungsbau fördert
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