Argentiniens Präsident: Ungarn könnte Europa zu seinen Wurzeln zurückführen

Der argentinische Präsident Javier Milei sagte auf der Konferenz CPAC Hungary 2026 in Budapest, dass Europa sich “neu entdecken” müsse, anstatt sich neu zu erfinden, und stellte Ungarn in den Mittelpunkt dieser Transformation.
In seiner Rede am Samstag forderte Milei, dass Europa das Vertrauen in seine eigene Geschichte zurückgewinnen und das, was er als Kultur der ständigen Schuldgefühle bezeichnete, aufgeben solle, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete. Er schlug vor, dass Premierminister Viktor Orbán eine der stärksten Stimmen werden könnte, die den Kontinent zu seinen traditionellen Werten zurückführt.
Kritik an Brüssel und politischen Prioritäten
Milei betonte, dass moralische Erwägungen bei politischen Entscheidungen an erster Stelle stehen sollten, gefolgt von wirtschaftlicher Effizienz und politischem Gewinn erst an dritter Stelle. Er warnte davor, dass viele Nationen darunter gelitten haben, dass führende Politiker der Macht den Vorrang vor den Prinzipien gegeben haben. Er nannte historische Beispiele wie die Sowjetunion, Kuba und die Vergangenheit Argentiniens.
Er übte auch scharfe Kritik an der EU-Führung und behauptete, dass sich hinter Entscheidungen, die im Namen “edler Ziele” getroffen werden, oft politisches Kalkül verberge. Laut Milei hat der derzeitige Kurs Europas zu Stagnation, geschwächter Rechtsstaatlichkeit und sinkender politischer Glaubwürdigkeit geführt.
Wer ist Milei?
Javier Milei ist seit Dezember 2023 Präsident Argentiniens. Er wird als rechtslibertärer, ultrakonservativer, rechtsextremer und populistischer Politiker beschrieben. Zu seinen ungewöhnlichen Ansichten gehört sein Wunsch, die argentinische Zentralbank abzuschaffen und den Peso durch den US-Dollar zu ersetzen. Er hält den Klimawandel für eine "sozialistische Lüge" und die Sexualerziehung sozusagen für einen Trick, um die Familie zu zerstören. Er hat Papst Franziskus einen "dreckigen Kommunisten“
genannt.
Europäische Werte und Souveränität in der Debatte
Alice Weidel, Co-Vorsitzende der Alternative für Deutschland, bezeichnete den CPAC als “Fackel der Freiheit” für Europa. Sie betonte, dass die europäische Zivilisation auf der griechischen Philosophie, der römischen Staatlichkeit und den christlichen Traditionen beruhe und dass souveräne Nationalstaaten der einzige Rahmen seien, in dem diese Werte gedeihen könnten.
Weidel warnte davor, dass Europa mit internen Bedrohungen konfrontiert sei, darunter Migrationsdruck, Einschränkungen der Meinungsfreiheit und politische Einmischung, und behauptete, dass diese Entwicklungen die nationale Souveränität untergraben.

Wer ist Weidel?
Wiedel ist Co-Vorsitzende der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) und seit Oktober 2017 Fraktionsvorsitzende der AfD im Bundestag. Sie ist eine überzeugte Verfechterin des Wirtschaftsliberalismus und lehnt den Mindestlohn ab. Sie hat sich skeptisch gegenüber der globalen Erwärmung geäußert. Sie ist lesbisch und lebt in einer Lebenspartnerschaft mit ihrer Partnerin, ist aber gegen die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe.
Ungarn als Modell für Europa
Der spanische Vox-Chef Santiago Abascal lobte Ungarn als “Leuchtturm” für Souveränität und Sicherheit in Europa. Er argumentierte, das Land biete ein alternatives Modell zu dem, was er als scheiterndes, von Brüssel geleitetes System bezeichnete.
Abascal wies auch auf die Bedeutung der bevorstehenden Wahlen in Ungarn hin, deren Ergebnis nicht nur die Zukunft des Landes, sondern auch allgemeinere politische Trends in Europa beeinflussen könnte.

Wer ist Abascal?
Abascal ist der Führer der nationalistischen Vox-Partei. Im Jahr 2019 setzte er auf antimuslimische Rhetorik und machte die "Rückeroberung Spaniens" zu seinem Wahlkampfslogan. Er leugnet die Realität des Klimawandels und nennt ihn "den größten Schwindel der Geschichte“
.
Falls Sie es verpasst haben:

