Auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne in Ungarn entsteht einer der modernsten Militärkomplexe Mitteleuropas

Ein Jahr nach der Grundsteinlegung wird in Ungarn erneut eine große Kaserne gebaut. Beim Richtfest des neuen Stützpunkts für Spezialoperationen an der Thököly-Straße in Szolnok bezeichnete Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky das Projekt als Meilenstein und erklärte: “Wir haben Stärke versprochen, und wir haben Stärke aufgebaut”.
Der Minister sagte, dass die Anlage aus inländischen Mitteln im Wert von 59 Milliarden Forint gebaut wird. Anstatt dieses Geld ins Ausland oder, wie er es ausdrückte, “in den Krieg eines anderen” zu schicken, bleiben die Investitionen in Ungarn und stärken die Magyar Honvédség.
Er betonte, dass Szolnok seit langem sowohl eine Militärstadt als auch eine strategisch wichtige Stadt ist, die eine Schlüsselrolle bei der Gewährleistung der Sicherheit der ungarischen Bürger spielt.
Rasche Modernisierung des Militärs
Nach Ansicht des Ministers haben die letzten vier Jahre die sichtbarste Phase der Entwicklung der ungarischen Streitkräfte markiert. Er argumentierte, dass sich das Militär vor 2010 weitgehend auf veraltete Ausrüstung aus der Sowjet-Ära und eine vernachlässigte Infrastruktur stützte. Heute sind sowohl die Land- als auch die Luftstreitkräfte vollständig erneuert worden, während zuvor aufgegebene Kapazitäten wie die Artillerie wieder aufgebaut wurden.
Auch die Personalstärke ist gestiegen. Sowohl die Berufs- als auch die Vertragskräfte wurden aufgestockt, während die Reservekomponente deutlich gewachsen ist. Die jüngste Rekrutierungskampagne hat bereits den 8.000sten neuen Reservisten hervorgebracht, von denen die meisten ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Vorbereitet auf eine gefährliche Region
Szalay-Bobrovniczky sagte, der Krieg in einem Nachbarland stelle ein echtes Sicherheitsrisiko dar. Ungarns Ziel ist es, so betonte er, nicht in den Konflikt hineingezogen zu werden. Um diese Haltung beizubehalten, bedarf es einer, wie er es nannte, “starken und mutigen Regierung”, die in der Lage ist, dem Druck von außen zu widerstehen.
Die neue Kaserne wird als Hauptquartier der ungarischen Spezialeinheiten dienen, die für ihre schnellen Reaktionszeiten, ihr fortgeschrittenes Training und ihre Spezialausrüstung bekannt sind.
Der Stützpunkt wird auch ein regionales, multinationales Kommando für Spezialeinsätze beherbergen, das die ungarischen Truppen mit den verbündeten Streitkräften verbindet und so die Sicherheit des Landes weiter stärkt.
Der modernste Stützpunkt in der Region
Verteidigungsminister Gábor Böröndi sagte, dass mit der Entwicklung der modernste Stützpunkt für Spezialoperationen in der Region geschaffen wird. Er fügte hinzu, dass Ungarn eine nationale Streitkraft aufbaut, die jahrhundertealte militärische Tugenden wie Mut, Loyalität und Selbstaufopferung mit modernster Technologie und professionellem Know-how verbindet.
Der Komplex wird die sichere Lagerung und Wartung von High-Tech-Ausrüstung, Drohnen, speziellen Kommunikationssystemen, Waffen und Kampffahrzeugen ermöglichen. Er wird auch den höchsten Standards der Informationssicherheit entsprechen und gleichzeitig ständige Bereitschaft und spezielle Trainingsbedingungen gewährleisten.
Der Richtkranz auf dem höchsten Punkt des Bauwerks symbolisiert, dass die Hauptgebäude baulich fertiggestellt sind. “Der Kranz auf dem Dach sendet eine Botschaft: Die Zukunft wird gebaut – die Zukunft der ungarischen Verteidigungskräfte, unsere gemeinsame Zukunft”, sagte Böröndi.

Falls Sie es verpasst haben:
Wirtschaftlicher Aufschwung für die Stadt
Lokale Beamte wiesen darauf hin, dass die ehemalige Kaserne an der Thököly-Straße vor zwei Jahrzehnten geschlossen wurde. An ihrer Stelle entsteht nun eine der modernsten Militäreinrichtungen Mitteleuropas, die nicht nur der nationalen Sicherheit dient, sondern auch wirtschaftliche Chancen für Szolnok bietet.
Das Projekt wird von der ZÁÉV Építőipari Zrt. durchgeführt. Zum Abschluss der Zeremonie wurde der Kranz gesegnet und nach einer dynamischen Militärvorführung auf den Turm gehoben.
Die ungarische Führung machte deutlich, dass weitere Entwicklungen geplant sind, was darauf hindeutet, dass das Programm zur Modernisierung der Verteidigung des Landes noch lange nicht abgeschlossen ist.

