Bericht: Kreml-nahe Agenten bereits in Budapest, um die ungarischen Wahlen zu beeinflussen

Nach einem neuen Bericht des Enthüllungsjournalisten Szabolcs Panyi sind Personen, die angeblich vom Kreml geschickt wurden, um den ungarischen Wahlkampf zu beeinflussen, bereits vor Wochen in Budapest eingetroffen.

Die Behauptungen wurden im Newsletter der internationalen investigativen Organisation VSquare veröffentlicht und von ungarischen Medien aufgegriffen.

Team angeblich zur Unterstützung von Orbáns Wiederwahl entsandt

Panyi berichtete, dass der russische Präsident Wladimir Putin eine Gruppe so genannter “politischer Technologen” damit beauftragt hat, den ungarischen Wahlkampf zu beeinflussen und Premierminister Viktor Orbán zum Sieg zu verhelfen.

Die Operation wird Berichten zufolge von Sergej Kirijenko koordiniert, einem engen Verbündeten Putins, der derzeit als erster stellvertretender Stabschef in der russischen Präsidialverwaltung tätig ist. Kirijenko leitete zuvor Operationen im Zusammenhang mit der angeblichen russischen Einmischung in die Wahlen in Moldawien.

Dem Bericht zufolge schickte der Kreml ein dreiköpfiges Team, das mit dem GRU, dem russischen Militärgeheimdienst, verbunden ist.

Die Mitarbeiter genießen Berichten zufolge diplomatische Immunität.

Die drei Agenten sollen vor einigen Wochen nach Budapest eingereist sein. Panyi berichtet, dass sie möglicherweise mit Diplomaten- oder Dienstpässen unterwegs sind, die ihnen während ihrer Tätigkeit in Ungarn diplomatische Immunität gewähren könnten.

Die in dem Bericht zitierten Quellen behaupten, dass die Identitäten der Personen den Geheimdiensten bereits bekannt sind.

US-Geheimdienste teilten Informationen mit Verbündeten

Nach den Informationen von Panyi haben die Vereinigten Staaten vertrauliche Informationen über die angebliche Operation an ihre Verbündeten weitergegeben. Die Geheimdienste kennen angeblich die Identitäten der drei Personen, die mit dem GRU in Verbindung stehen und an der Operation beteiligt sein sollen.

Den Berichten zufolge besteht die Aufgabe des Teams darin, politische Operationen zu unterstützen, die darauf abzielen, den ungarischen Wahlkampf zugunsten der Regierung Orbán zu gestalten.

Weder die russische noch die ungarische Regierung haben sich öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

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