Berühmter ungarischer Schriftsteller Jókai auf spektakulärem Wandgemälde in der Budapester Innenstadt – Fotos

An einer Wand in der Kis Diófa Straße im Zentrum von Budapest wurde soeben ein beeindruckendes Wandgemälde von Mór Jókai enthüllt. Dieses lebendige Kunstprojekt, das von der Színes Város Gruppe organisiert wurde, passt perfekt zu den Jókai200-Jubiläumsfeierlichkeiten.
Jókai200: Literatur trifft auf öffentliche Kunst
Anlässlich des Jókai200-Jahres hat die Színes Város Gruppe mit Unterstützung des Nationalen Kulturfonds eine landesweite Initiative für Kunst im öffentlichen Raum gestartet. Der Höhepunkt des Programms ist dieses riesige Wandgemälde. Ziel war es, junge Künstler zu inspirieren, sich auf das reiche Erbe von Jókai zu stützen, das Stadtbild neu zu gestalten und das literarische Erbe in den Alltag zu integrieren, wie die Gruppe gegenüber der Ungarischen Nachrichtenagentur erklärte.

Der preisgekrönte Entwurf, der sich an der Giebelwand des Wohnhauses in der Kis Diófa Straße 2 in Erzsébetváros befindet, ist ein modernes Meisterwerk, das klassische Elemente mit einer zeitgenössischen Ästhetik verbindet. Es fängt die Vielfalt von Jókais Oeuvre und die zeitlosen Botschaften seiner Arbeit ein. Vor Beginn der Malerarbeiten wurde die Oberfläche einer vollständigen Wärmedämmung unterzogen, um die Langlebigkeit und das makellose Aussehen des Kunstwerks für die nächsten Jahre zu gewährleisten.

Fast 50 Einreichungen
Die Expertenjury, die die Einsendungen bewertete, bestand aus Anna Farkas, Dozentin an der Ungarischen Universität der Schönen Künste; Oszkár Boskovitz, Abteilungsleiter und Professor an der Universität Pécs; Zoltán Balázs, Dozent an der Ungarischen Universität Sapientia in Transsylvanien; Benedek Sólyom, Chefarchitekt von Erzsébetváros; und Noémi Nádudvari, Ästhetiker und Kunstkurator.

Aus fast 50 Einsendungen wählte die Jury Dorottya Mérges als Gewinnerin des ersten Preises aus. Sie ist Grafikstudentin an der Ungarischen Universität der Schönen Künste. Der zweite Platz ging an Barbara Ambrus, ebenfalls Grafikstudentin an derselben Hochschule, während der dritte Preis an Karina Grandpierre, Grafikstudentin an der Moholy-Nagy-Universität für Kunst und Design (MOME), vergeben wurde. Die Künstler teilen sich ein Gesamthonorar von zwei Millionen Forint brutto.
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