Budapest-Belgrader Eisenbahn: Qualitätsbedenken bei Prestigeprojekt; Gleisbettsteine aus der Firma Orbáns Vater in der Kritik

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Neue Details über den Bau der Bahnstrecke Budapest-Belgrad sind aufgetaucht und sie zeichnen kein beruhigendes Bild. Laut interner Korrespondenz haben mehrere Parteien ernsthafte Qualitätsbedenken geäußert, sichtbare Maßnahmen wurden jedoch nicht ergriffen.

Zwei wichtige Akteure meldeten Bedenken an

Zwei Hauptauftragnehmer des Eisenbahnprojekts Budapest-Belgrad – die in chinesischem Besitz befindliche China Tiejiuju Engineering & Construction Ltd. und V-Híd, ein mit Lőrinc Mészáros verbundenes Unternehmen, haben bereits im Februar 2023 Einwände erhoben.

Im Mittelpunkt der Beschwerden stand das sogenannte SZK1-Baumaterial, eine der wichtigsten Komponenten des Gleisbetts. Bei dieser Kategorie handelt es sich um den hochwertigsten Schotter, dessen genaue Korngrößenverteilung durch strenge Vorschriften wie die D.11-Norm der MÁV festgelegt ist. Im Falle der Bahnstrecke Budapest-Belgrad ist dies besonders wichtig für die Stabilität der Gleise.

Proben und Berichte bestätigten die Probleme

Die Bauunternehmer äußerten ihre Bedenken nicht nur mündlich: Es wurden Betonproben entnommen und offizielle Berichte erstellt. Diese wiesen darauf hin, dass das gelieferte Material nicht den geforderten Korngrößenspezifikationen entsprach.

Die Dokumentation und die Laborergebnisse wurden an den Lieferanten, Dolomit Ltd., ein mit Győző Orbán verbundenes Unternehmen, mit der Aufforderung geschickt, die Zusammensetzung des Materials zu verbessern. Dies wirft weitere Fragen zur Aufsicht über das Eisenbahnprojekt Budapest-Belgrad auf.

Das Wetter ist schuld, aber keine wirkliche Verbesserung

Der Lieferant räumte einen Qualitätsmangel ein, den er auf starke Regenfälle zu Beginn des Jahres zurückführte, wodurch sich Schlamm und Lehm mit dem abgebauten Stein vermischt hatten.

Obwohl sie sich zu Verbesserungen verpflichteten, waren bis März keine nennenswerten Fortschritte erzielt worden. Der chinesische Auftragnehmer entnahm daher weitere Proben – diesmal von der bereits verlegten SZK1-Schicht. Dies ist ein besonders heikles Thema bei dem Eisenbahnprojekt Budapest-Belgrad, da das Material zu diesem Zeitpunkt bereits in die Gleise eingebaut war, wie 444 berichtet.

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Zwei Labore, widersprüchliche Ergebnisse

Zwei Laboratorien führten Tests durch: das unabhängige TLI Plc. und das von der chinesischen Seite beauftragte EULAB Ltd. Die Ergebnisse waren jedoch unterschiedlich.

Laut TLI Plc. entsprach das installierte Material nicht der geforderten Korngrößenverteilung, während EULAB Ltd. zu dem Schluss kam, dass es die Standards “gerade so” erfüllt. Dieser Widerspruch erhöht die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Eisenbahnstrecke Budapest-Belgrad weiter.

MÁV besteht darauf, dass alles konform war

Die offizielle Position steht im krassen Gegensatz zu den durchgesickerten Informationen. Laut MÁV wurden beim Bau der Bahnstrecke Budapest-Belgrad nur zertifizierte Materialien verwendet, die alle technischen und gesetzlichen Anforderungen erfüllen.

Die Bahngesellschaft betonte auch, dass bei den Inspektionen keine Mängel festgestellt wurden, die auf eine Nichteinhaltung oder den Einsatz minderwertiger Materialien hindeuteten – auch nicht nach Prüfung von Auszügen aus den Laborberichten, wie 24.hu berichtet.

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