Budapest startet das überarbeitete Fahrradverleihsystem „Mol Bubi“ – Fotos

Das überarbeitete Mol-Bubi-Fahrradverleihsystem wurde am Montag in Budapest eingeführt; nun stehen E-Bikes als Teil einer größeren Flotte als zuvor zur Verfügung.

Das modernisierte „Mol Bubi“ wurde nach einer mehrmonatigen Übergangsphase eingeführt

Bei der Vorstellung der neuen Generation von Mol Bubi erklärte Gergely Karácsony, der Bürgermeister von Budapest, dass Mol Bubi 3.0 sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht besser sein werde als seine Vorgänger, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete. „Es werden weitaus mehr Fahrräder an weitaus mehr Standorten zur Verfügung stehen, die Fahrräder lassen sich leichter fahren, und die Mol-Bubi-App wird zudem wesentlich benutzerfreundlicher sein“, so der Bürgermeister.

MOL Bubi
Foto: Facebook/Gergely Karácsony

Herr Karácsony erklärte, das Fahrradverleihsystem helfe Budapest und seinen Einwohnern dabei, „auf unsere eigenen, natürlichsten Ressourcen zurückzugreifen“ – gerade in einer Zeit, in der wir am eigenen Leib erfahren, wie zerbrechlich die Welt um uns herum ist.

Ádám Bodor, stellvertretender Geschäftsführer für Mobilität beim Budapester Verkehrszentrum (BKK), erklärte, die „grünen Fahrräder seien ein Schritt hin zu einem grüneren Budapest“. Für das BKK sei es sehr wichtig, dass sich möglichst viele Menschen für nachhaltige Verkehrsmittel entscheiden, fügte er hinzu.

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Der Budapester Bürgermeister Gergely Karácsony. Foto: Facebook/Karácsony Gergely

Er erklärte, das erneuerte Fahrradverleihsystem starte mit 2.000 Fahrrädern, von denen 500 mit Elektroantrieb ausgestattet seien. Diese Zahl werde „sehr schnell“ steigen: Das System werde 3.300 Fahrräder umfassen, darunter 800 Elektrofahrräder. „Mol Bubi“ verfüge nun auch über eine verbesserte App, so Herr Bodor. Er wies darauf hin, dass das System derzeit auf einer Fläche von rund 40 Quadratkilometern verfügbar sei. Ziel sei es, es auf einer Fläche von 80 Quadratkilometern in Budapest an allen Knotenpunkten des öffentlichen Nahverkehrs anzubieten, an denen mehr als 30.000 Menschen umsteigen, erklärte er.

Der neue Betreiber verfügt über Erfahrung auf zwei Kontinenten

Péter Pantl, Kommunikations- und Marketingdirektor bei MOL, erinnerte daran, dass das Unternehmen seit 2014 Namenssponsor und strategischer Partner des Fahrradverleihsystems der Hauptstadt ist. Es sei erfreulich gewesen zu beobachten, wie sich die Qualität des Dienstes im Laufe der Jahre verändert habe, wie das Leistungsspektrum erweitert worden sei und inwieweit die Digitalisierung die Nutzung von Bubi vereinfacht habe, sagte er.

MOL Bubi
Foto: MTI

Als Vertreter von Mastercard, dem Digitalisierungspartner des Fahrradverleihsystems, erklärte Balázs Györffy, Leiter der Geschäftsentwicklung für Ungarn und Slowenien, dass digitale Zahlungsmethoden die Nutzung der Budapester Verkehrsmittel vereinfachten. Er äußerte die Hoffnung, dass sie zu einem „grüneren und digitaleren“ Verkehrssystem in Budapest beitragen könnten.

Damien Vander Heyden, Leiter der Geschäftsentwicklung bei Inurba Mobility, dem neuen Betreiber von Mol Bubi, erklärte, das Unternehmen betreibe Fahrradverleihdienste auf zwei Kontinenten – Europa und Südamerika – in sechs Ländern. In der ganzen Stadt gebe es bereits neue, vollständig virtuelle Mobilstationen. Da für deren Einrichtung kein physischer Aufwand erforderlich sei, werde das System in diesem und im nächsten Jahr sehr schnell expandieren, erklärte er.

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Die Zahl der Fahrräder steigt weiter an

Nach Angaben der BKK wird die Zahl der Fahrräder nach der Inbetriebnahme weiter steigen. Geplant ist, dass bis 2027 in einem erweiterten Gebiet 5.000 neue Fahrräder zur Verfügung stehen werden, mit einer dichteren Abdeckung und deutlich mehr Abholstationen. Das Unternehmen strebt an, das System bei Verfügbarkeit entsprechender Finanzmittel letztendlich mit bis zu 8.000 Fahrrädern zu betreiben, um eine noch größere territoriale Abdeckung und einen besseren Zugang für die Einwohner Budapests zu gewährleisten, hieß es.

Außerdem wurde darauf hingewiesen, dass fast 9.000 Nutzer das System während der Testphase erprobt haben. Die BKK sammelte kontinuierlich Feedback, und die Tester spielten eine wichtige Rolle bei der Feinabstimmung des Dienstes. Die BKK teilte mit, dass der im Rahmen einer öffentlichen Ausschreibung vergebene Vertrag mit Inurba Mobility eine Laufzeit von fünf Jahren hat und um weitere 18 Monate verlängert werden kann.

Nach dem Herunterladen der neuen App kann jeder das überarbeitete Fahrradverleihsystem auf Minutenbasis oder mit einer Monats- bzw. Jahreskarte zu einem günstigen Preis nutzen. Für Inhaber eines BudapestGO-Abonnements stehen die klassischen Fahrräder zu einem ermäßigten Tarif zur Verfügung. Die ersten 100 Käufer eines Jahresabonnements erhalten laut der Mitteilung der BKK ein maßgeschneidertes Mol-Bubi-Sweatshirt als Geschenk.

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