Budapests Lebenshaltungskosten explodieren: Erschwingliche Mieten bedeuten kein einfaches Leben für die Einwohner

Budapest ist bei den Mietpreisen nach wie vor erschwinglicher als viele westeuropäische Hauptstädte, doch die Lebenshaltungskosten belasten zunehmend die Haushaltsbudgets. Zwar sind Wohnungen mit drei Schlafzimmern im Stadtzentrum der ungarischen Hauptstadt bei weitem nicht die teuersten der Welt, aber der rasante Anstieg der Grundkosten (Wohnung, Versorgungsleistungen und wichtige Dienstleistungen) hat das Lohnwachstum überholt, so dass viele Einwohner die Belastung spüren.

Globale Miettrends: Budapest ist relativ erschwinglich

In einer gemeinsamen Studie von Numbeo und der Deutschen Bank wurden die letztjährigen Mietpreise für Wohnungen mit drei Schlafzimmern im Stadtzentrum in mehr als fünfzig Städten weltweit verglichen. Es überrascht nicht, dass New York im Jahr 2025 an der Spitze der Liste stand, was sowohl die hohen Lebenshaltungskosten als auch das knappe Wohnungsangebot widerspiegelt. Auch westliche Großstädte wie London, Zürich und Genf bleiben mit Monatsmieten von mehreren Tausend Euro außergewöhnlich teuer. Asiatische Zentren, darunter Singapur, Sydney und Dubai, weisen ebenfalls hohe Mietkosten auf, schreibt Pénzcentrum auf der Grundlage der Umfrage.

Die Daten verdeutlichen, dass in den Wirtschaftszentren der Spitzenklasse zwar hohe Mieten verlangt werden, viele andere Städte weltweit jedoch deutlich erschwinglicher sind. Außerhalb der Industrienationen, insbesondere in Teilen Südasiens und Afrikas, sind die Mieten für Dreizimmerwohnungen selbst nach Anpassung an das lokale Einkommensniveau deutlich niedriger.

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Warum die Miete allein nicht die ganze Geschichte erzählt

Entscheidend ist, dass die Miete allein kein vollständiges Bild der Erschwinglichkeit liefert. An vielen Orten bleiben die Löhne hinter den Wohnkosten zurück, so dass die Haushalte gezwungen sind, einen großen Teil ihres Einkommens für die Miete aufzuwenden. In Europa ist dieser Trend bei Bewohnern mit geringerem Einkommen besonders ausgeprägt. Westeuropäische Hauptstädte wie Berlin und München, wo die Monatsmieten für vergleichbare Wohnungen bis zu 2.700 USD bzw. 3.400 USD betragen können, sind deutlich teurer als mitteleuropäische Städte wie Prag oder Wien. Paris sticht mit ca. 3.600 USD hervor und ist damit fast dreimal so teuer wie Budapest.

Nach Angaben der Deutschen Bank liegen die Budapester Wohnungen mit drei Schlafzimmern im Stadtzentrum bei durchschnittlich 1.300 USD pro Monat. Das ist zwar billiger als in Prag, Wien oder Warschau, aber die Einwohner müssen trotzdem mit steigenden Ausgaben rechnen. Das durchschnittliche Bruttogehalt in Budapest erreichte in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 835.457 HUF (2.195 EUR) (über dem nationalen Durchschnitt von 691.228 HUF), aber selbst das reicht häufig nicht aus, um die Lebenshaltungskosten bequem zu decken.

Budapester spüren den Druck trotz höherer Löhne

Die Wohnung bleibt die größte Einzelausgabe. Die Miete für eine Wohnung kann etwa 250.000 HUF pro Monat kosten, während ein Einzelzimmer 80.000-110.000 HUF kostet. Die Hypothekenzahlungen belaufen sich auf durchschnittlich 136.000-137.000 HUF, und die Nebenkosten schlagen mit weiteren 49.000 HUF zu Buche, bei extremen saisonalen Temperaturen möglicherweise sogar noch mehr. Andere notwendige Ausgaben wie Transport, Lebensmittel, Versicherungen, Abonnements und Bankgeschäfte belasten das Budget zusätzlich. Wer ein eigenes Auto hat und in der Innenstadt mietet, kann leicht auf monatliche Kosten von 560.000 HUF kommen, was das durchschnittliche Nettogehalt übersteigt. (1 EUR = 380 HUF)

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Das Überleben mit einem Durchschnittslohn erfordert Kompromisse

Die Budapester können mit einem Durchschnittslohn überleben, aber das erfordert oft Kompromisse. Die Wahl der Wohnform, des Verkehrsmittels, der Kredite und des Ausgabenmanagements sind entscheidend für die Aufrechterhaltung eines nachhaltigen Lebensstandards. Niedrigere Mietpreise bedeuten nicht automatisch, dass man sich die Wohnung leichter leisten kann, und der Kostendruck in der Stadt stellt für die Einwohner eine wachsende Herausforderung dar.

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