Das Kanalnetz Donau-Tisza-Donau könnte austrocknen und eine schwere Krise auslösen

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Der Wasserstand der Donau ist in Serbien auf einen historischen Tiefstand gesunken, was eine schwere Krise im Wasserwirtschaftssystem der Vojvodina ausgelöst hat; das Donau-Tisza-Donau-Kanalnetz – das für die Wasserversorgung und die Landwirtschaft der Region von entscheidender Bedeutung ist – ist nun von der Austrocknung bedroht.

Der Donau-Tisza-Kanal könnte austrocknen

In mehreren Städten der Vojvodina, darunter Sombor, Kula und Vrbas, wurde letzte Woche der Notstand ausgerufen. Die Provinzregierung hat 270 Millionen Dinar – umgerechnet etwa 837 Millionen Forint – für Sofortmaßnahmen bereitgestellt, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.

Das Wasserwirtschaftssystem sehe sich mit einer der schwerwiegendsten hydrologischen Situationen des vergangenen Jahrhunderts konfrontiert, erklärte Dragan Glamočić, Minister für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Wasserwirtschaft, bei einem Besuch der Donau-Pumpstation in Bezdan.

Er erklärte, der Pegel der Donau sei unter den ursprünglich bei der Planung der Pumpstation vorgesehenen Schwellenwert gesunken, was dringende Maßnahmen erforderlich mache.

Danube-Tisza canal
Foto: Wikimedia Commons

Historische Tiefststände des Wasserstands

Nach Angaben des Unternehmens „Vode Vojvodine“ stellte die Pumpstation in Bezdan, die den Norden von Bačka mit Wasser versorgt, am 29. Juli ihren Betrieb ein. Die Pumpstation in Gomboš (Bogojevo), die den südlichen Teil von Bačka versorgt, kann vorerst noch Wasser fördern, verfügt jedoch nur noch über eine Reserve von etwa 20 Zentimetern, erklärte er. Er fügte hinzu, dass der Betrieb der Pumpstation in Grocka bei Belgrad ebenfalls vorübergehend eingestellt worden sei.

In Ungarn wurdenWasserverbrauchsbeschränkungen und andere außerordentliche Maßnahmen eingeführt, um eine Krise abzuwenden

Das nationale Institut für öffentliche Gesundheit hat vor einer zunehmenden Verschmutzung der Flüsse aufgrund des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands gewarnt und der Bevölkerung geraten, keinen Fisch aus der Donau zu verzehren, solange der Wasserstand des Flusses so niedrig bleibt.

Drought Danube Parliament Budapest
Schwere Dürre in Budapest. Foto: Anadolu/Robert Nemeti

Am Montag wurde der Wasserstand in Bezdan, nahe der ungarisch-kroatischen Grenze, mit minus 163 Zentimetern gemessen – der niedrigste Stand seit 1909. Der bisherige Negativrekord lag bei minus 143 Zentimetern relativ zum Nullpunkt des Pegels. Prognosen zufolge könnte der Pegel der Donau bis Freitag auf minus 170 Zentimeter sinken.

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