Der WWF kritisiert den Plan der ungarischen Regierung für ein Unterwasserwehr an der Donau scharf

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Das Unterwasserwehr, das die Kühlwasserversorgung des Kernkraftwerks Paks sicherstellen soll, mag zwar eine schnelle Lösung für das Problem der niedrigen Wasserstände bieten, doch lässt sich derzeit nicht abschätzen, inwieweit dies die seit Jahrzehnten fortschreitende Vertiefung des Donau-Flussbetts beheben wird, erklärte ein WWF-Experte am Donnerstag gegenüber MTI.
Tamás Gruber (WWF) erklärte, dass angesichts der derzeit extrem niedrigen Wasserstände Maßnahmen zur Anhebung des Wasserstands zu erwarten seien. Es sei jedoch schwierig, in kurzer Zeit eine angemessene Lösung für ein komplexes Problem zu finden, das bereits seit Jahrzehnten bestehe, und es bleibe nicht genügend Zeit für eine umfassende Planung, fügte er hinzu.
Das Unterwasserwehr könne zwar Wasser zurückhalten und den Wasserstand auf der stromaufwärts gelegenen Seite anheben, auf der stromabwärts gelegenen Seite könnte es jedoch die Niedrigwassersituation weiter verschärfen, sagte er. Es sei wichtig, die Flussbettabschnitte sowohl stromaufwärts als auch stromabwärts des Unterwasserwehrs sowohl aus technischer als auch aus ökologischer Sicht kontinuierlich zu überwachen, erklärte er.
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Er erklärte, dass bei jedem Eingriff in die Donau gleichzeitig die Energieerzeugung, die Schifffahrt, die Wasserwirtschaft und ökologische Aspekte berücksichtigt werden müssten.
Er erklärte, es gebe bereits Beispiele für ähnliche technische Lösungen an kleineren Flüssen in Ungarn, vor allem an der Raba und in bestimmten Abschnitten des Szigetköz, doch deren Größe und technische Auslegung seien nicht mit den aktuellen Plänen vergleichbar.
Er warnte, dass der Bau des Unterwasserwehrs nicht bedeute, dass die derzeitige Wasserknappheit damit behoben werde, und fügte hinzu, dass ein umsichtiger Umgang mit Energie und Wasser auch in den kommenden Monaten weiterhin notwendig sein werde.
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