Die Bruttolöhne in Ungarn stiegen im September um 6,7 Prozent

Budapest, 22. November (MTI) – Die durchschnittlichen Bruttolöhne in Ungarn stiegen im September um jährlich 6,7 Prozent auf 257.857 Forint (834 EUR), teilte das Statistische Zentralamt (KSH) am Dienstag mit.
Die Nettolöhne stiegen um 8,3 Prozent auf 171.475 Forint, da der Einkommensteuersatz ab Januar um einen Prozentpunkt gesenkt wurde.
KSH stellte fest, dass die Löhne in diesem Jahr durch einen höheren Mindestlohn sowie Lohnerhöhungen für die Streitkräfte und Lohnaufstockungen für Sozialdienste und Gesundheitspersonal erhöht wurden
Rechnet man mit einer Septemberinflation von 0,6 Prozent, stiegen die Reallöhne netto um 7,7 Prozent.
Ohne die 204.600 Ungarn in Pflegearbeitsprogrammen stieg der durchschnittliche Bruttolohn um 6,7 Prozent auf 272.501 Forint, während der Nettolohn um 8,3 Prozent auf 181.213 stieg.
Vollzeitbeschäftigte Pflegekräfte verdienten im Monatsdurchschnitt brutto 78.327 Forint, 0,6 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.
Infolge der Regierungsvereinbarung mit Arbeitgebern und Gewerkschaften über die Lohnsteuersenkungen und Lohnerhöhungen im nächsten Jahr könnten die Bruttolöhne um einen jährlichen zweistelligen Wert steigen, während die Inflation auf rund 2 Prozent steigen dürfte, sagte András Oszlay von der Takarekbank Der Analyst fügte hinzu, dass die Reallöhne um mindestens 7 Prozent steigen werden, was sich positiv auf den Konsum auswirken wird.
Der Péter Virovácz von der ING Bank stellte fest, dass sich der ständig wachsende Arbeitskräftemangel auf die Verhandlungsmacht der Arbeitgeber auswirkte und daher mit rasanten Lohnerhöhungen zu rechnen sei. Er prognostizierte für Ende dieses Jahres einen jährlichen Anstieg der Bruttolöhne um 6,4 Prozent.
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