Die Regierung von Péter Magyar verspricht eine neue Ära für ungarische Schulen: Sollten Schüler und Lehrer Grund zum Feiern haben?

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Ministerpräsident Péter Magyar und Bildungsministerin Judit Lannert gaben zu Beginn des neuen Schuljahres eine Reihe lang erwarteter und beruhigender Versprechen gegenüber Schülern und Lehrern ab und legten dabei ihre Vision für die Zukunft der ungarischen Schulen, des Bildungssystems und dessen Ziele dar.

Péter Magyar
Foto: MTI

Péter Magyar: Schulen müssen kritisches Denken vermitteln – Gehaltserhöhungen stehen bevor

„Die wichtigste Aufgabe einer Schule ist es, den Schülern beizubringen, so gut wie möglich zu denken – und kritisch zu denken“, sagte der Ministerpräsident am Montag bei der landesweiten Feier zum Schuljahresbeginn am Dr.-Mező-Ferenc-Gymnasium in Nagykanizsa.

Neben dem kritischen Denken sollten die Schüler in der Schule lernen, füreinander einzustehen, im Team zu arbeiten und sich unter allen Umständen als anständige Menschen zu verhalten, so Péter Magyar laut MTI.

In seiner Rede betonte der Ministerpräsident zudem, dass Bildung und Gesundheitsversorgung Vorrang haben müssen.

„Wir wissen genau, worin unsere Aufgabe besteht“, sagte Péter Magyar und nannte dabei die Sanierung von Schulgebäuden, die Schaffung neuer Plätze in Internaten, eine angemessene Schulverpflegung sowie die Unterstützung von Lehrkräften, Lehrassistenten und anderen Beschäftigten im Bildungswesen.

Er fügte hinzu, dass die Regierung den Aufruf zum Handeln gehört und verstanden habe und ihre Verpflichtungen nicht vergessen habe. Daher würden in Kürze Gehaltserhöhungen in diesem Sektor bekannt gegeben, sagte er.

Hungarian MP Péter Magyar promises a new era in the Hungarian schools
Foto: MTI

Es bedarf einer echten, planbaren Laufbahnentwicklung

Péter Magyar ging auch speziell auf die Zehntausenden von Lehrassistenten ein, die das Lehrpersonal im Unterricht unterstützen, und erklärte, dass diese auf die Tisza-Regierung zählen könnten.

Der Zeitplan für die Gehaltserhöhungen werde in Kürze bekannt gegeben, deutete der Ministerpräsident an. Er betonte jedoch, dass das Land einen echten Karriereweg anstelle von einmaligen Erhöhungen benötige – sowie Bedingungen, die in der Lage seien, mehr junge Menschen und neue Nachwuchskräfte sowohl für den Bildungs- als auch für den Gesundheitssektor zu gewinnen.

Péter Magyar erklärte zudem, dass die Regierung nicht zulassen könne, dass die Löhne erneut durch die Inflation aufgezehrt würden.

Die Regierung möchte, dass Schulen ein ruhiges Umfeld für die Entwicklung bieten, den Schülern Raum zur Entfaltung ihrer Kreativität geben und zu besseren Orten für alle werden, erklärte Judit Lannert, Ministerin für Bildung und Kinderangelegenheiten, am Montag ebenfalls in Nagykanizsa.

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Absolvent des Franziskanergymnasiums in Esztergom. Quelle: Facebook/Szent Antal Esztergomi Ferences Gimnázium és Kollégium – Franka

Die Regierung möchte, dass Schulen zu Orten der Kreativität für Schüler und Lehrer gleichermaßen werden, an denen eine stetige Entwicklung möglich ist und an denen Kinder die Fächer und Aktivitäten entdecken können, die sie interessieren und ihnen Freude bereiten, fügte die Ministerin hinzu.

Wissen sei wichtig, sagte sie, doch vielleicht noch wichtiger sei es, Neugier und Motivation zu wecken und aufrechtzuerhalten. Sie nannte folgende Ziele:

  • Stärkung der fachlichen und verwaltungstechnischen Autonomie;
  • Verringerung des Verwaltungsaufwands;
  • Einführung eines vielfältigeren Angebots an Unterrichtsmaterialien;
  • die Reduzierung der Anzahl der Pflichtprüfungen.

Laut Lannert muss die Schule der Zukunft Chancengleichheit gewährleisten. Während Faktenwissen weiterhin wichtig sei, so sagte sie, seien es ebenso Problemlösungsfähigkeiten und die Fähigkeit, sich an unterschiedliche Situationen anzupassen.

Judit Lannert Hungary's new education minister
Foto: Facebook/Judit Lannert

Die Ministerin betonte die Rolle der Schulen bei der Förderung, Einbeziehung und Unterstützung von Kindern und erklärte, dass auch dem Schulalltag besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse – insbesondere im Falle von Kindern, die Schwierigkeiten haben oder sich nur schwer integrieren können.

Der Schulstart ist für ungarische Familien nach wie vor mit enormen Kosten verbunden

Der Schulanfang gehört nach wie vor zu den größten Ausgabenposten eines ungarischen Haushalts im Jahr. Ein typischer ungarischer Haushalt gibt laut einer aktuellen Studie von PwC 107.539 Forint für das neue Schuljahr aus, während die durchschnittlichen Kosten pro Kind bei 66.928 Forint liegen.

Die Gesamtausgaben für den Schulanfang pro Kind belaufen sich im Durchschnitt auf 70.055 Forint für Grundschüler der unteren Klassenstufen, 69.282 Forint für diejenigen der oberen Klassenstufen, 62.532 Forint für Schüler der Sekundarstufe und 80.795 Forint für Studierende an Hochschulen.

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Etwa 75,5 Prozent der Kinder im schulpflichtigen Alter und der Studierenden im Hochschulbereich besitzen ein Mobiltelefon, während 61,9 Prozent einen Laptop und 45,1 Prozent ein Tablet besitzen. 31,5 Prozent besitzen einen Desktop-Computer, 33,6 Prozent einen Drucker und 18,4 Prozent eine Smartwatch.

Wie Schüler KI nutzen

Fünfzehn Prozent der Haushalte nutzen einen kostenpflichtigen KI-Dienst, während weitere 48,6 Prozent kostenlos verfügbare Lösungen nutzen. In 31,4 Prozent der Haushalte der Befragten werden KI-Tools überhaupt nicht genutzt.

Kinder nutzen künstliche Intelligenz in erster Linie zur Informationssuche, wie 74,2 Prozent der Familien angaben, die KI nutzen. Etwa 52,2 Prozent nutzen sie zur Erläuterung von Schulstoff, 46,6 Prozent zum Brainstorming und 39,4 Prozent als Hilfe bei den Hausaufgaben.

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