Die ungarische OTP Bank unterzeichnet Vereinbarung zur Übernahme der Luminor Bank

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Die ungarische OTP Bank hat einen Aktienkaufvertrag zur Übernahme der Muttergesellschaft der Luminor Bank unterzeichnet, wodurch die ungarische Bankengruppe Zugang zu allen drei baltischen Märkten erhält. Die Transaktion umfasst 100 % der Luminor Holding, wobei die finanziellen Bedingungen nicht bekannt gegeben wurden.
Die OTP Bank gab die Vereinbarung am Montag, dem 20. Juli, bekannt und erklärte, sie werde die Anteile von einem Konsortium aus Private-Equity-Fonds, die von der US-Investmentgesellschaft Blackstone verwaltet werden, sowie von der norwegischen DNB Bank erwerben.
Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden. Bis diese Genehmigungen vorliegen und die Transaktion abgeschlossen ist, verbleibt Luminor unter der bisherigen Eigentümerschaft.
OTP Bank übernimmt die vollständige Kontrolle über Luminor
Im Rahmen der Vereinbarung wird die OTP Bank 100 % der Luminor Holding, der Muttergesellschaft der Luminor Bank, erwerben.
Von Blackstone verwaltete Fonds halten derzeit etwas mehr als 80 % des baltischen Kreditinstituts, während DNB die restlichen Anteile hält. Die Verkäufer haben sich bereit erklärt, ihre gesamten Anteile zu übertragen, sodass die OTP nach Abschluss der Transaktion alleiniger Eigentümer von Luminor werden würde.
In den von den Unternehmen veröffentlichten Mitteilungen wurden weder der Kaufpreis noch der voraussichtliche Abschlusstermin noch die Finanzierungsstruktur genannt.
Luminor verzeichnete im Jahr 2025 eine Bilanzsumme von 15,9 Milliarden Euro und einen Gewinn nach Steuern von 158 Millionen Euro. OTP beschrieb das Zielunternehmen als eine stabile, kapitalstark aufgestellte und bedeutende Universalbank im baltischen Raum.
Das Kreditinstitut ist in Estland, Lettland und Litauen tätig und bietet Dienstleistungen für Privatpersonen, Familien und Unternehmen an. Luminor bezeichnet sich selbst als den drittgrößten Finanzdienstleister im baltischen Raum und agiert als panbaltische Universalbank.
Durch die Übernahme würde die OTP Bank in drei neue Märkte vordringen
Die Transaktion stellt eine bedeutende geografische Expansion für die OTP Bank dar, die derzeit über keine Banktochtergesellschaften in den baltischen Staaten verfügt, so Market Screener.
Die OTP-Gruppe ist derzeit in 11 Ländern in Mittel- und Osteuropa sowie in Zentralasien tätig, betreut fast 17,5 Millionen Kunden und beschäftigt fast 40.000 Mitarbeiter. Ihre Bilanzsumme belief sich zum Ende des ersten Quartals 2026 auf rund 124 Milliarden Euro.
Da Estland, Lettland und Litauen für den ungarischen Konzern allesamt neue Märkte darstellen würden, würde die Übernahme die Präsenz von OTP auf 14 Länder ausweiten, sofern die Transaktion die behördliche Genehmigung erhält.
Dieser Schritt steht zudem im Einklang mit der langjährigen Strategie der OTP, durch Bankübernahmen zu expandieren und in den Ländern, in denen sie tätig wird, starke Marktpositionen anzustreben. In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Gruppe in Märkten wie Bulgarien, Kroatien, Serbien und Slowenien ein umfangreiches Geschäftsvolumen aufgebaut.
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Luminor erwartet Unterstützung für seine nächste Wachstumsphase
Luminor erklärte, der Beitritt zur OTP-Gruppe werde seine Strategie unterstützen, seine Position als eine der drei führenden Universalbanken im Baltikum zu festigen.
Die Bank hob ihr „Digital-First“-Geschäftsmodell, ihre moderne IT-Plattform sowie die Fortschritte beim Ausbau ihres Kundenstamms hervor. Wojciech Sass, Vorstandsvorsitzender von Luminor, erklärte, beide Institute teilten das Engagement für ihre Kunden, die langfristige Wertschöpfung und die Finanzierung der Volkswirtschaften ihrer Heimatmärkte.
Laut Sass würde der Beitritt zur OTP-Gruppe Luminor den Rückhalt einer erfahrenen internationalen Bankengruppe mit einer etablierten Präsenz in ganz Mittel- und Osteuropa verschaffen.
Péter Csányi, Vorstandsvorsitzender der OTP Bank, erklärte, die ungarische Gruppe beabsichtige, dem übernommenen Institut Kapital, Liquidität und technologisches Know-how zur Verfügung zu stellen.
Er fügte hinzu, dass es das Ziel der OTP sei, auf der bestehenden Marktposition von Luminor aufzubauen, deren Rolle in den baltischen Staaten zu stärken und die Kreditvergabe sowie finanzielle Innovationen in der gesamten Region zu fördern.
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Die behördliche Genehmigung bleibt der nächste wichtige Schritt
Da Luminor eine bedeutende Bank ist, die innerhalb der Europäischen Union tätig ist, muss der geplante Eigentümerwechsel von den zuständigen europäischen und nationalen Aufsichtsbehörden geprüft werden.
Die Unternehmen haben keine Angaben dazu gemacht, wann sie mit dem Abschluss des Genehmigungsverfahrens rechnen. Sie haben zudem noch nicht bekannt gegeben, ob sich der Name „Luminor“, die Führungsstruktur oder die Kundendienstleistungen nach der Übernahme ändern werden.
Für die Kunden hat die Vereinbarung keine unmittelbaren Änderungen zur Folge. Luminor wird seinen bisherigen Geschäftsbetrieb fortsetzen, während die Parteien die für den Abschluss der Transaktion erforderlichen Genehmigungen einholen.
Sollte die Transaktion abgeschlossen werden, würde die OTP Bank eine etablierte Plattform in allen drei baltischen Staaten gewinnen, und Luminor würde Teil einer der größten unabhängigen Bankengruppen mit Sitz in Mittel- und Osteuropa werden.
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