Eine weibliche Crew erhebt sich in die Lüfte: Wizz Air begeht den Internationalen Frauentag mit Sonderflügen

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Die Billigfluggesellschaft Wizz Air hat anlässlich des Internationalen Frauentags erneut eine Reihe von Flügen mit ausschließlich weiblichem Personal durchgeführt und damit eine im Jahr 2022 begonnene Tradition fortgesetzt.

In diesem Jahr führte die Fluggesellschaft am 8. März zehn solcher Flüge in ganz Europa durch, um die wachsende Rolle der Frauen in der Luftfahrt hervorzuheben und mehr Frauen zu ermutigen, eine Karriere in diesem Sektor anzustreben, berichtet AIRportal.hu.

Frauen an den Steuerknüppeln in ganz Europa

Die Sonderflüge fanden in zehn Ländern statt, darunter Ungarn, das Vereinigte Königreich und Deutschland. Insgesamt meldeten sich rund 70 Pilotinnen und Kabinenbesatzungsmitglieder freiwillig, um die Flüge gemeinsam durchzuführen. Dies zeigt die zunehmende Präsenz von Frauen in einer Branche, die traditionell von Männern dominiert wird.

Einer der vorgestellten Flüge startete in Budapest, wo Kapitän Irén Csertő und Erste Offizierin Szabina Nyers für das Cockpit verantwortlich waren. Unterstützt wurden sie von einem rein weiblichen Team von fünf Flugbegleiterinnen: Patrícia, Veronika, Réka, Nadiah und Nikolett.

Die Luftfahrt ist immer noch ein von Männern dominiertes Feld

Trotz allmählicher Fortschritte sind Frauen in der Luftfahrt nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Weltweit machen Pilotinnen nur 4,7% des Berufsstandes aus.

Bei Wizz Air verbessern sich die Zahlen jedoch langsam. Im März 2026 machten Frauen 5,6 % der Pilotenbelegschaft der Fluggesellschaft aus. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Anteil bis 2030 auf 7 % zu erhöhen.

Ausbildungsprogramme, die Frauen zum Fliegen ermutigen

Die Fluggesellschaft führt diesen Fortschritt zum Teil auf gezielte Ausbildungsinitiativen zurück, die weibliche Talente anziehen und fördern sollen. Dazu gehören Programme wie “She Can Fly“, “Cabin Crew to Pilot” und das neuere Programm “Office to Pilot”, das 2025 ins Leben gerufen wurde und Mitarbeitern, die nicht fliegen, den Übergang zur Pilotenausbildung ermöglicht.

Laut Marion Geoffroy, der Leiterin der Personalabteilung, hat sich auch die Vertretung von Frauen in den Führungsetagen des Unternehmens verbessert. Vor zwei Jahrzehnten waren nur 16,67% der Führungspositionen bei der Fluggesellschaft mit Frauen besetzt. Heute ist dieser Anteil auf 36,21% gestiegen, und das Unternehmen hofft, bis Ende des Jahres die 40%-Marke zu erreichen.

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