Ermittlungen zum Mord in einem Budapester Krankenhaus: Pflegekräfte wegen des Verdachts auf Tötung eines Patienten befragt

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Berichten zufolge wurden mindestens fünf Pflegekräfte als Zeugen im Rahmen der Mordermittlungen in einem Budapester Krankenhaus befragt, in denen eine 32-jährige Ärztin im Fokus steht, die zuvor im St. John’s Centre Hospital in Nord-Buda tätig war. Die Ärztin wurde im Mai festgenommen und steht im Verdacht, einen älteren Patienten getötet zu haben, der im Krankenhaus behandelt wurde.
Krankenschwestern im Rahmen der Mordermittlungen in einem Budapester Krankenhaus befragt
Ermittler der Mordkommission des Budapester Polizeipräsidiums befragten Krankenschwestern, die zum Zeitpunkt des Todes des Patienten im Dienst waren, wie aus Informationen hervorgeht, die der ungarische Nachrichtenportal Telex erhalten hat.
Die Vernehmung ist Teil einer Ermittlung, die aufgrund eines begründeten Verdachts auf Mord eingeleitet wurde. Die Polizei hatte zuvor gegenüber der ungarischen staatlichen Nachrichtenagentur MTI bestätigt, dass eine 32-jährige Frau als Verdächtige vernommen und in Gewahrsam genommen worden war. Ein Gericht ordnete daraufhin ihre Untersuchungshaft an.
Die Frau wurde bislang keiner Straftat für schuldig befunden. Die Vorwürfe gegen sie werden weiterhin untersucht, und während des gesamten Strafverfahrens gilt der Grundsatz der Unschuldsvermutung.
Es wurden nur wenige offizielle Details bekannt gegeben, da die Ermittlungen unter strenger Geheimhaltung durchgeführt werden.
Älterer Krebspatient soll in der Notaufnahme verstorben sein
Laut Telex ereignete sich der Vorfall im Mai in einem Beobachtungsbereich, der an die Notaufnahme des St. John’s Centre-Krankenhauses in Nord-Buda angeschlossen ist.
Bei dem Patienten handelte es sich Berichten zufolge um eine ältere Person mit Krebs, die in die Notaufnahme aufgenommen worden war. Die Umstände des Todes wurden nicht im Detail bekannt gegeben, und weder die Polizei noch das Krankenhaus haben offengelegt, welcher Tat der Arzt verdächtigt wird.
Der Fall wurde Berichten zufolge vom Leiter der Abteilung der Krankenhausleitung zur Kenntnis gebracht. Die Einrichtung teilte später mit, sie habe sich unverzüglich an die Ermittlungsbehörden gewandt, nachdem sie Kenntnis von einem mutmaßlichen Verbrechen gegen das Leben eines Menschen erhalten hatte. Zudem leitete sie die erforderlichen arbeitsrechtlichen und medizinisch-fachlichen Maßnahmen ein.
Das Krankenhaus bestätigte, dass der Arzt nicht mehr bei der Einrichtung beschäftigt ist.
Ermittler überprüfen die früheren Arbeitsstellen des Arztes
Telex berichtete, dass die Ermittler zudem prüfen, ob es an medizinischen Einrichtungen, an denen der Arzt zuvor tätig war, zu potenziell verdächtigen Todesfällen gekommen ist.
Die Ärztin schloss ihr Medizinstudium im Jahr 2020 ab und war Berichten zufolge in den Bereichen Anästhesiologie und Intensivmedizin tätig, bevor sie zum St. John’s Hospital wechselte. Sie war zuvor auch an anderen Krankenhäusern in Budapest beschäftigt gewesen.
Die gemeldete Überprüfung früherer Fälle bedeutet nicht, dass die Ermittler einen Zusammenhang zwischen der Ärztin und einem anderen Todesfall festgestellt haben. Es handelt sich dabei offenbar um einen Teil einer umfassenderen Untersuchung ihres beruflichen Werdegangs im Anschluss an die Einleitung des aktuellen Verfahrens.
Es wurden offiziell keine weiteren Verdächtigen identifiziert.
Wie wir gestern berichteten, haben vier ungarische Rettungssanitäter einen betrunkenen Patienten dreimal bewusstlos geschlagen
Wie geht es nun mit den Ermittlungen weiter?
Die Aussagen der Pflegekräfte könnten den Ermittlern helfen, die letzten Stunden des Patienten zu rekonstruieren, festzustellen, wer anwesend war, und zu ermitteln, welche Behandlungen oder Medikamente verabreicht wurden.
Auch Krankenakten, Dienstpläne, Medikamentenprotokolle und medizinische Gutachten könnten bei den Ermittlungen eine zentrale Rolle spielen. Die Behörden haben bislang nicht bekannt gegeben, wann die Ermittlungen abgeschlossen sein könnten oder ob die Staatsanwaltschaft letztendlich Anklage erheben wird.
Ungarische Medien berichteten, dass die Untersuchungshaft des Arztes bis Mitte September verlängert wurde, da das Gericht Risiken wie mögliche Fluchtgefahr, Beeinflussung von Beweismitteln oder Zeugen sowie die Gefahr einer Wiederholungstat festgestellt habe.
Die Untersuchungshaft ist eine Verfahrensmaßnahme und stellt keine Feststellung der Schuld dar.
Die Ermittlungen im Mordfall im Budapester Krankenhaus haben in der Öffentlichkeit große Aufmerksamkeit erregt, da es sich um einen mutmaßlichen Mord in einem medizinischen Umfeld handelt, in dem Patienten von medizinischem Personal abhängig sind und sich oft nicht selbst schützen können.
Derzeit sind die genaue Todesursache des Patienten sowie die Beweise, die den Verdacht gegen den Arzt stützen, noch nicht bekannt. Weitere Informationen werden erst erwartet, wenn die Ermittler, die Staatsanwaltschaft oder das Gericht zusätzliche Details veröffentlichen.
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