Feuer in Budapest und am Plattensee: Flächenbrand und riesiges Schilffeuer erhellten den Nachthimmel – Videos

Am Sonntag brachen in Ungarn zwei große Brände aus, einer im Herzen der Hauptstadt und ein weiterer am Südufer des Plattensees. Sie hielten die Rettungskräfte stundenlang auf Trab und zogen die Aufmerksamkeit von Anwohnern und Schaulustigen auf sich.
Wohnungsbrand bei Kodály körönd ausgebrochen
In einer 100 Quadratmeter großen Wohnung in der Andrássy Avenue, einer der berühmtesten Prachtstraßen Budapests, brach ein großer Wohnungsbrand aus.
Berichten zufolge geriet am Sonntag angesammeltes Unrat in der Wohnung in Brand, so dass sich das Feuer auf das gesamte Anwesen ausbreitete. Videos, die im Internet kursieren, zeigen starken Rauch und Flammen, die aus den Fenstern des historischen Wohngebäudes schlagen.
Polizei, Feuerwehr und Krankenwagen wurden zum Brandort entsandt. Nach Angaben von 24.hu wurde eine ältere Frau aus der Wohnung gerettet und in ein Krankenhaus gebracht. Es gibt keine Hinweise darauf, dass das Feuer auf benachbarte Wohnungen übergegriffen hat.
Die Behörden haben eine Untersuchung wegen des Verdachts der Gefährdung der Allgemeinheit eingeleitet. Der Vorfall hat auch Erinnerungen an einen schweren Brand in derselben Gegend vor mehr als einem Jahrzehnt wachgerufen, als ein Teil eines anderen denkmalgeschützten Gebäudes am Kodály körönd stark beschädigt wurde.
Massiver Schilfbrand über dem See bei Fonyód sichtbar
Unterdessen brach am Sonntagabend in der Nähe von Fonyód am Südufer des Sees ein weitaus größeres Feuer im Freien aus, wie Időkép berichtete, das aus Schilf und Unterholz bestand.
Das Feuer brach kurz nach 20 Uhr aus. Starke Winde verstärkten die Flammen rasch, so dass sich das Feuer schnell über das sumpfige Gelände ausbreiten konnte. Der Feuerschein wurde so groß, dass er sogar vom Nordufer aus sichtbar war, auch von Keszthely aus.
Webcams und Anwohner fingen dramatische Aufnahmen der Flammen ein, die den Nachthimmel erleuchteten.
Feuerwehrleute aus mehreren Städten beteiligten sich an dem Einsatz, darunter professionelle Crews und lokale Freiwilligeneinheiten. Insgesamt kämpften 29 Feuerwehrleute gegen die Flammen. Starke Winde erschwerten die Arbeit erheblich.
Nach etwa dreieinhalb Stunden gelang es den Einsatzkräften, das Feuer einzudämmen und zu löschen, das etwa 40 Hektar Land betroffen hatte. Es wurden keine Verletzten gemeldet.
Falls Sie es verpasst haben:
Zwei anspruchsvolle Operationen an einem Tag
Obwohl keiner der beiden Brände tödlich endete, erforderten beide Vorfälle beträchtliche Einsatzkräfte und erinnerten uns an die Risiken, die von Gefahren in Gebäuden und trockener, windgepeitschter Vegetation ausgehen. Die Behörden untersuchen derzeit die Ursachen beider Brände.

