Fotos: Ein weiterer beliebter ungarischer See trocknet aus – der Aussichtspunkt Bölömbika zeigt den kritischen Zustand

Sprache ändern:
Der Wasserstand eines weiteren ungarischen Sees ist auf ein kritisches Tief gesunken, was bedeutet, dass Besucher des Aussichtspunkts Bölömbika, der schon bessere Zeiten gesehen hat, nun statt spektakulärer Ausblicke und einer artenreichen Tierwelt mit einem entmutigenden Anblick ökologischer Verwüstung konfrontiert sind. Sehen Sie sich die neuesten Fotos in unserem Artikel unten an.


Naturkatastrophe am ungarischen See-Aussichtspunkt
Naturliebhaber, die eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Tisza-Sees, den Aussichtspunkt Bölömbika, besuchten, wurden kürzlich von einem zutiefst enttäuschenden Anblick empfangen. Die Landschaft rund um den Aussichtspunkt hat sich dramatisch verändert: Gebiete, die einst von Wasser bedeckt waren, sind nun trockenes Seebett, sodass die Anlage praktisch auf trockenem Land steht.

Besonders eindrucksvoll wird diese Veränderung auf neuen Fotos, die vom Madárpart-Wanderzentrum, Verleih und Campingplatz aufgenommen wurden. Anhand der Bilder ist kaum vorstellbar, dass der Aussichtsturm einst von Wasser umgeben war. Der derzeitige Zustand der Landschaft verdeutlicht die dramatischen Folgen des auf ein außergewöhnlich niedriges Niveau gesunkenen Wasserstands des Tisza-Sees.

Im Tiszavalk-Becken ist die Situation noch ausgeprägter. Das Gebiet ist fast vollständig ausgetrocknet, während der See selbst einen ungewöhnlich niedrigen Wasserstand aufweist. Nicht nur die vertraute Landschaft ist verschwunden; auch die Bedingungen, die das Gebiet einst für Wanderer und Wassersportler attraktiv machten, sind stark beeinträchtigt.

Historische Dürre, austrocknende Flüsse und verschwindende Seen
Ungarn leidet unter einer historischen Dürre, bei der die Wasserstände in seinen Seen, Flüssen und Bächen wiederholt auf Rekordtiefstände sinken. Der Velence-See, einst bekannt für seinen florierenden Tourismus, seine Sportveranstaltungen und Festivals, befindet sich nun in seiner letzten Phase. Selbst am Plattensee, Ungarns sogenanntem „Meer“, müssen Schwimmer eine beträchtliche Strecke zurücklegen, bevor sie Wasser erreichen, das tief genug zum Schwimmen ist.

Der Wasserstand der Donau war im Juli so niedrig, dass das Kernkraftwerk Paks fast vollständig abgeschaltet werden musste. In der Folge wurde ein unterirdisches Wehr errichtet, um den Wasserstand anzuheben und sicherzustellen, dass auch in Zeiten extrem niedriger Wasserstände wie der gegenwärtigen ausreichend Kühlwasser aus dem Fluss entnommen werden kann.
Auch die Tisza führt außergewöhnlich wenig Wasser, während einer ihrer Nebenflüsse, die Zagyva, gänzlich ausgetrocknet ist. Dasselbe gilt für die Tarna, die Galga, den Bózsva-Bach, den Morgó-Bach, die Tápió und die Hajta. Der Kolon-See, ein streng geschütztes Naturgebiet in der Region Kiskunság, war bereits zu Beginn des Sommers ausgetrocknet, ebenso wie der Bicsérd-See in Transdanubien und der Kocs-See im Balaton-Hochland.
Falls Sie es verpasst haben: Invasive Mückenarten erobern Ungarn – zerstört der Klimawandel unser Ökosystem?

Nicht nur ein ungarisches Problem
Der Öreg-See in Tata verzeichnet ebenso wie der Tisza-See außergewöhnlich niedrige Wasserstände; dasselbe gilt für den Plattensee und den Velence-See. Die extremen Bedingungen erfordern rasches Handeln seitens der Regierung, da Prognosen darauf hindeuten, dass die Sommer in Ungarn angesichts des sich verschärfenden Klimawandels und der globalen Erwärmung weiterhin heiß und trocken bleiben werden.
Der außergewöhnlich trockene Sommer ist kein ausschließlich ungarisches Phänomen. Seine Folgen sind in allen Lebensbereichen zu spüren, von der Landwirtschaft über den Tourismus bis hin zur Energieerzeugung. Rumänien sah sich aufgrund des außergewöhnlich niedrigen Wasserstands der Donau gezwungen, sein einziges Kernkraftwerk stillzulegen, während in Italien der Isonzo – ein Fluss, der durch die Schlachten des Ersten Weltkriegs bekannt ist – ausgetrocknet ist.
Die ungarische Landwirtschaft, wie wir sie kennen, steht kurz vor dem Aus – doch Forscher haben bereits einen Plan

