Hausmücken verbreiten afrikanisches Virus, das mit schweren Erkrankungen in Verbindung gebracht wird – erster ungarischer Fall diagnostiziert

Der Fall wurde in der 33. epidemiologischen Woche des Jahres 2026 diagnostiziert; Laboruntersuchungen des Nationalen Zentrums für öffentliche Gesundheit und Pharmazie bestätigten die Infektion. Eine epidemiologische Untersuchung ergab, dass der Patient vor Ausbruch der Erkrankung nicht ins Ausland gereist war, sodass davon ausgegangen wird, dass die Infektion in Ungarn erfolgt ist.
Virus hinter exotischer Krankheit in Ungarn aktiv
Der Fall ist besonders bemerkenswert, da die erste lokal erworbene Infektion des vergangenen Jahres in Ungarn bereits in der 31. epidemiologischen Woche festgestellt wurde. Die jüngste Infektion deutet daher erneut darauf hin, dass das Virus in der Mückenpopulation des Landes vorhanden ist, schrieb Szúnyogmonitor.
Der natürliche Kreislauf des West-Nil-Virus vollzieht sich in erster Linie zwischen Vögeln und der heimischen und weit verbreiteten Culex-Mücke. Menschen und Pferde gelten als „Sackgassenwirte“: Sie können sich zwar infizieren, geben das Virus jedoch in der Regel nicht weiter.

Die Infektion bleibt oft unbemerkt. Die meisten Fälle beim Menschen verlaufen symptomfrei. Treten doch Symptome auf, können diese Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, Unwohlsein und andere grippeähnliche Symptome umfassen. In selteneren Fällen kann das Virus jedoch das Nervensystem befallen und Enzephalitis oder Meningitis, schwere neurologische Symptome sowie in Extremfällen den Tod verursachen.
Es kann tödlich enden: Diese Gruppen sind am stärksten gefährdet
Tödliche Fälle sind in Europa keine Seltenheit. Nach Angaben des ECDC wurden im Jahr 2025 in 14 europäischen Ländern 1.112 lokal erworbene Infektionen und 97 Todesfälle verzeichnet. Besonders ernst war die Lage in Italien, wo 72 von 779 Fällen tödlich verliefen – eine Sterblichkeitsrate von fast 10 Prozent.
Falls Sie es verpasst haben: Ein kurioses Experiment zeigt, warum Ungarn im Kampf gegen eine Mückeninvasion auf verlorenem Posten steht
Das größte Risiko besteht für ältere Menschen und Personen, deren Immunsystem durch eine Vorerkrankung geschwächt ist. Die meisten Infizierten genesen jedoch ohne schwerwiegende Folgen.
Der ungarische Fall sollte daher eher zu erhöhter Wachsamkeit als zu Panik führen. Mücken spielen eine Schlüsselrolle bei der Ausbreitung des Virus in Ungarn, weshalb die kontinuierliche Überwachung der Mückenpopulationen und der von ihnen übertragenen Krankheitserreger besonders wichtig ist.

