Ungarn von NATO-Militärübungen in Grönland ausgeschlossen

Ungarn wird nicht an einer bevorstehenden Militärübung in Grönland teilnehmen, da die ungarischen Verteidigungskräfte nicht eingeladen wurden, daran teilzunehmen, wie das Verteidigungsministerium bestätigt hat.

Was wird mit Grönland geschehen? Und was wird die Antwort Europas auf die Schritte der USA sein?

Die Übungen finden in einer Zeit erhöhter geopolitischer Spannungen statt, nachdem der ehemalige US-Präsident Donald Trump kontroverse Äußerungen über eine mögliche gewaltsame Annexion der strategisch wichtigen arktischen Insel gemacht hat, wie HVG berichtet.

Mehrere NATO-Mitgliedsstaaten haben angekündigt, Truppen nach Grönland zu entsenden, einem autonomen Gebiet, das zu Dänemark gehört, das ebenfalls Mitglied der Allianz ist. Der Schritt wird weithin als ein Zeichen der Einigkeit und Abschreckung gesehen, da die wiederholten Äußerungen Trumps, die Vereinigten Staaten sollten aus Gründen der nationalen Sicherheit die Kontrolle über die Insel übernehmen, Besorgnis ausgelöst haben.

Trump hat argumentiert, dass Grönland unter amerikanische Kontrolle gestellt werden muss, um zu verhindern, dass Russland oder China in der arktischen Region an Einfluss gewinnen. Seine Äußerungen haben die europäischen Staats- und Regierungschefs alarmiert und Berichten zufolge die langjährige Sicherheitspartnerschaft zwischen Europa und den Vereinigten Staaten belastet, was Fragen über das Vertrauen und die Stabilität innerhalb der NATO aufwirft.

Ungarn gehört nicht zu den Nationen, die militärische Kräfte dorthin entsenden

In seiner Antwort auf Medienanfragen, darunter auch Fragen von Index, stellte das ungarische Verteidigungsministerium klar, dass Budapest nicht um die Entsendung von Streitkräften gebeten worden sei. “Die ungarischen Verteidigungsstreitkräfte haben keine Einladung zur Teilnahme erhalten. Ungarische Soldaten werden nicht an der Militärübung in Grönland teilnehmen”, sagte das Ministerium.

Dänemark, das für die Verteidigung Grönlands verantwortlich ist, hat zuvor gewarnt, dass jeder Angriff auf die Insel das Ende der NATO als glaubwürdiges Bündnis bedeuten würde. Anfang dieser Woche kündigten die dänischen Behörden an, dass sie ihre militärische Präsenz in Grönland in “enger Zusammenarbeit mit den NATO-Verbündeten” ausbauen würden.

Mehrere europäische Länder haben ihre Beteiligung bereits bestätigt. Es wird erwartet, dass Deutschland, Schweden, Frankreich und Norwegen in den kommenden Tagen Militäreinheiten auf die Insel entsenden werden. Kanada hat ebenfalls starkes Interesse an der Region bekundet und damit die wachsende strategische Bedeutung der Arktis unterstrichen, da das schmelzende Eis neue Schifffahrtsrouten und Zugang zu natürlichen Ressourcen eröffnet.

Neben den militärischen Maßnahmen nehmen auch die diplomatischen Aktivitäten zu. Sowohl Kanada als auch Frankreich haben angekündigt, in den kommenden Wochen Konsulate in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, zu eröffnen und damit ihr langfristiges Engagement in der Region zu bekräftigen.

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