Italien zieht seine Truppen aus Erbil ab – wo auch Ungarn stationiert sind

Italien bereitet sich darauf vor, seine verbleibenden Truppen von seinem Militärstützpunkt in Erbil im Nordirak nach Hause zu holen, sagte Verteidigungsminister Guido Crosetto am Donnerstag und betonte, dass der Abzug bereits geplant war, bevor eine Rakete die Einrichtung traf.

Laut Crosetto gab es bei dem Einschlag weder Tote noch Verletzte unter dem italienischen Personal. Alle Truppen seien in Sicherheit, nachdem sie sich im Rahmen der im Voraus geplanten Sicherheitsmaßnahmen in geschützte Bereiche begeben hätten.

Rückzug war schon vor dem Angriff geplant

Crosetto sagte, Italien habe aufgrund von Sicherheitsbedenken bereits damit begonnen, seinen militärischen Fußabdruck in der Region zu reduzieren. Er erklärte, dass 102 Soldaten bereits nach Italien zurückgekehrt seien, während etwa 40 weitere nach Jordanien verlegt worden seien.

Nach Angaben von Anadolu fügte er hinzu, dass die Rückkehr des verbleibenden Kontingents bereits organisiert werde, bezeichnete die Operation jedoch als logistisch komplex, da die Truppen nicht direkt ausgeflogen werden können. Stattdessen wird erwartet, dass sie auf dem Landweg abreisen, höchstwahrscheinlich über Türkiye, sagte er.

“Dies ist ein NATO-Stützpunkt” – Fragen zur Absicht

Auf die Frage, ob der Angriff beabsichtigt war, sagte Crosetto dem italienischen öffentlich-rechtlichen Sender RAI, dass dies der Fall sei. Er wies darauf hin, dass es sich bei der Anlage um einen NATO-Stützpunkt handelt, der auch US-Infrastruktur beherbergt. Er sagte, man habe mit der Möglichkeit eines Angriffs gerechnet und deshalb früher am Tag Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.

Breitere regionale Eskalation

Die Äußerungen des Ministers erfolgten vor dem Hintergrund der Eskalation des Konflikts mit dem Iran nach den US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen, die am 28. Februar begannen, und der anschließenden iranischen Vergeltung mit Drohnen- und Raketenangriffen auf Orte in der weiteren Region.

Für Ungarn ist der Stützpunkt in Erbil von Bedeutung, da ungarische Soldaten im Rahmen der internationalen Bemühungen auch im Irak stationiert sind. Das bedeutet, dass jede anhaltende Eskalation in der Nähe wichtiger Einrichtungen der Koalition das Risiko für die verbündeten Kontingente im Land erhöhen kann. Details hier:

Iran-Konflikt: Ungarische Truppen suchen Schutz bei Angriff auf Stützpunkt im Irak – VIDEO, UPDATE

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