Lufthansa streicht fast alle Budapest-Flüge am Freitag

Die Lufthansa hat fast alle Freitagsflüge zwischen Budapest und ihren wichtigsten deutschen Drehkreuzen Frankfurt und München gestrichen, nachdem das Kabinenpersonal einen eintägigen Streik begonnen hat, der den Flugverkehr in ganz Deutschland beeinträchtigt.
Laut dem Live-Flugplan des Budapester Flughafens wurden im Laufe des Tages fast alle Abflüge der Lufthansa von Budapest nach München und Frankfurt gestrichen, während die meisten ankommenden Flüge aus Deutschland ebenfalls gestrichen wurden. Der Arbeitskampf begann kurz nach Mitternacht und soll bis 22 Uhr andauern. Betroffen sind alle Abflüge von Frankfurt und München sowie mehrere Regionalstrecken.
Zu den gestrichenen Abflügen von Budapest gehörten der frühe München-Flug um 6:00 Uhr, mehrere spätere München-Flüge um 9:15 Uhr, 13:20 Uhr und 17:30 Uhr sowie die für 9:35 Uhr, 11:55 Uhr, 14:15 Uhr und 19:20 Uhr geplanten Frankfurt-Flüge. Die Ankünfte aus Deutschland waren ebenso stark betroffen. Mehrere Flüge aus Frankfurt und München wurden im Laufe des Tages gestrichen.
Streik ausgelöst durch festgefahrene Tarifverhandlungen und Angst um Arbeitsplätze
Zu der Arbeitsniederlegung hatte die Gewerkschaft des Kabinenpersonals UFO aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa gescheitert waren. Nach Ansicht der Gewerkschaft hat die Fluggesellschaft kein tragfähiges Angebot vorgelegt. Auch die Gespräche über die Integration der Regionaltochter CityLine in die neue Struktur der Lufthansa City Airlines sind ins Stocken geraten.
Nach Angaben von Gewerkschaftsvertretern könnte die Umstrukturierung bis zu 800 Arbeitsplätze gefährden, berichtet die HVG.
Dies ist bereits der dritte große Streik, der Deutschlands größte Fluggesellschaft in diesem Jahr trifft. Die beiden vorangegangenen Streiks betrafen die Piloten, so dass das Jahr 2026 für die Passagiere der Lufthansa zu einer besonders turbulenten Zeit wird.
Drehkreuz Frankfurt stark betroffen, 75% der Abflüge gestrichen
Die Unterbrechungen gehen weit über Ungarn hinaus. In Frankfurt, dem größten Drehkreuz der Lufthansa, wurden etwa drei Viertel der für Freitag geplanten Abflüge gestrichen, und auch der ankommende Verkehr war betroffen. Auch in München, dem anderen wichtigen Umsteigeflughafen für Budapest-Passagiere, kommt es zu zahlreichen Annullierungen.
Das bedeutet, dass Reisende, die von Budapest über Deutschland zu Langstreckenzielen wie Los Angeles, Rom, Oslo oder Zagreb weiterfliegen, ebenfalls mit verpassten Anschlüssen, Umbuchungen oder erheblichen Verspätungen rechnen müssen.
Die Budapest-Flüge vom Samstag wurden vorerst nicht aus dem Flugplan gestrichen, so dass die Hoffnung besteht, dass der normale Flugbetrieb nach dem Ende des Streiks heute Abend wieder aufgenommen werden kann.
Was Budapest-Reisende jetzt tun sollten
Passagiere, die heute mit Lufthansa von Budapest aus fliegen, sollten ihren Buchungsstatus überprüfen, bevor sie zum Flughafen fahren, da die Stornierungen und automatischen Umbuchungen noch bearbeitet werden.
Die Fluggesellschaft teilte mit, dass betroffene Reisende direkt per E-Mail benachrichtigt werden und dass viele von ihnen auf alternative Flüge der Lufthansa Group oder von Partnerfluggesellschaften umgebucht werden können, wenn Plätze verfügbar sind.
Der Streik im März: Lufthansa-Streik beginnt heute: Flüge von und nach Ungarn betroffen, auch Umsteigeverbindungen sind gefährdet

