Menschliche Überreste wurden in einem Auto gefunden, das in Ungarn aus der Donau geborgen wurde. Damit wurde ein jahrzehntealtes Rätsel gelöst

Die ungarischen Behörden sagen, dass ein langjähriges Rätsel um vermisste Personen endlich gelöst werden könnte, nachdem Taucher ein Auto mit menschlichen Überresten aus dem Flussbett der Donau bei Paks geborgen haben.

Ein mehr als 10 Jahre altes Rätsel endlich gelöst

Der Fall geht auf den 29. Juli 2015 zurück, als ein 48-jähriger Mann aus der Gegend und sein Fahrzeug zuletzt in der Stadt gesehen wurden. Offiziellen Angaben zufolge hatte er am späten Abend mit seiner Frau telefoniert, war aber kurz darauf nicht mehr erreichbar.

Seine Familie suchte zunächst selbst nach ihm, bevor sie sein Verschwinden bei der Polizei meldete. Trotz umfangreicher Bemühungen, an denen Beamte und freiwillige Such- und Rettungsteams beteiligt waren, wurde zu diesem Zeitpunkt keine Spur gefunden, berichtete Blikk.

Über Jahre hinweg ergaben die Ermittlungen keine neuen Hinweise. Der Durchbruch kam vor kurzem, als die vordere Stoßstange des Autos, auf der noch das Nummernschild zu sehen war, am rechten Donauufer bei Paks angeschwemmt wurde. Diese Entdeckung löste eine erneute Unterwassersuche durch spezialisierte Rettungstaucher aus.

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Das Auto und sein Fahrer wurden nach 11 Jahren aus der Donau geborgen. Foto: Tolna vármegyei rendőrség, Rendészeti Államtitkárság/Facebook

Die Stoßstange des Autos half der Polizei, das Auto in der Donau zu finden

Mit Hilfe von Sonargeräten entdeckten die Teams im Januar ein großes metallisches Objekt, das etwa fünf Meter unter der Wasseroberfläche lag. Taucher lokaler Rettungsorganisationen stiegen zusammen mit nationalen Einheiten in das kalte Wasser hinab und fanden schließlich ein umgestürztes Fahrzeug, das im Flussbett lag. Am 9. Februar wurde das Wrack erfolgreich an die Oberfläche gehoben.

Im Inneren des Fahrzeugs fanden die Behörden eine Leiche. Es wurden gerichtsmedizinische Untersuchungen angeordnet, um die Identität der Person zu bestätigen, obwohl erste medizinische Untersuchungen keine Anzeichen für ein Verbrechen erkennen lassen. Die Polizei in Paks führt ein Verwaltungsverfahren durch, um die Umstände des Falles zu klären.

Ungarischen Medienberichten zufolge handelt es sich bei den sterblichen Überresten wahrscheinlich um die eines 1967 geborenen Mannes, der seit 2015 offiziell als vermisst gemeldet war. Nach früheren Mitteilungen der Polizei hatte er sein Zuhause freiwillig verlassen und befand sich zu diesem Zeitpunkt möglicherweise in einem verzweifelten Zustand.

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