Minderjähriger ukrainischer Junge drohte, ungarische und russische Schulen in die Luft zu sprengen

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Die Budapester Generalstaatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen ukrainischen Jungen erhoben und fordert eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt verbüßt werden soll, wegen Bombendrohungen, die im vergangenen Frühjahr vorwiegend an Schulen in Budapest gerichtet wurden, teilte die Staatsanwaltschaft am Montag mit.

Minderjähriger ukrainischer Junge drohte, Schulen in Ungarn in die Luft zu sprengen

Der Erklärung zufolge kam der 17-Jährige im Jahr 2022 mit seiner Familie nach Ungarn und erhielt im Sommer 2024 Asyl; anschließend setzte er seine Schulausbildung an einer Schule in Budapest fort.

Im März 2025 begann der Minderjährige, für einen von ihm als extremistisch bezeichneten „Plan der neuen Generation“ zu werben, mit dem Ziel, Schüler und Lehrer in seinem Umfeld sowie Follower auf seinen Social-Media-Konten einzuschüchtern, wie die ungarische Nachrichtenagentur berichtete.

Im Rahmen dieser Kampagne versandte er zwischen dem 12. März und dem 30. April 2025 von seinem Mobiltelefon aus Drohbotschaften an die offiziellen E-Mail-Adressen von acht Bildungseinrichtungen in Budapest – darunter auch seine eigene – sowie an eine Schule in Russland, wobei er technische Verfahren einsetzte, die darauf abzielten, die Identifizierung des Absenders zu verhindern.

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Neun terroristische Handlungen

In diesen Nachrichten behauptete er im Namen einer aus mehreren Personen bestehenden Organisation, dass Bomben in den Schulgebäuden platziert worden seien, und warnte, dass diese gesprengt würden, sollten sie nicht evakuiert werden.

Die Behörden evakuierten die bedrohten Schulen nach jeder Nachricht. Schüler und Lehrer durften erst nach einer Sprengstoffsuche wieder zurückkehren, und die Kosten für die Evakuierungen und Durchsuchungen beliefen sich laut der Erklärung auf rund 300.000 Forint.

Die Budapester Generalstaatsanwaltschaft hat den jugendlichen Angeklagten wegen der Androhung von neun terroristischen Straftaten angeklagt und beantragt eine Freiheitsstrafe, die in einer Jugendstrafanstalt verbüßt werden soll.

Er war zuvor in Untersuchungshaft genommen worden und steht derzeit unter strafrechtlicher Aufsicht, fügte die Erklärung hinzu.

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Titelbild: Polizeibeamter bei der Durchsuchung einer Schule nach einer Bombendrohung. Illustration. Quelle: police.hu

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