Moving to Hungary? Das müssen Expats über Gesundheitsvorsorge und Versicherungen wissen – ein Leitfaden für 2026

Wenn Sie nach Ungarn ziehen, müssen Sie nicht nur eine Wohnung finden und sich um die Versorgungseinrichtungen kümmern. Sowohl für Kurz- als auch für Langzeitbewohner ist es wichtig zu verstehen, wie das Gesundheitssystem funktioniert.

In Ungarn gibt es eine Mischung aus öffentlicher und privater Gesundheitsversorgung, und Expats nutzen oft eine Kombination aus beidem. Hier erfahren Sie, was Ausländer über medizinische Leistungen und Versicherungen wissen sollten, bevor sie eine Behandlung benötigen.

Wie funktioniert das ungarische Gesundheitssystem?

In Ungarn gibt es ein staatlich finanziertes öffentliches Gesundheitssystem, das durch Sozialversicherungsbeiträge unterstützt wird. Erwerbstätige, die in das System einzahlen, haben Anspruch auf öffentliche medizinische Versorgung durch den Nationalen Krankenversicherungsfonds (NEAK).

Die öffentlichen Krankenhäuser und Kliniken bieten eine Grundversorgung, fachärztliche Versorgung und Notfallbehandlung, wobei die Wartezeiten manchmal lang sein können.

Privatkliniken bieten schnellere Termine und englischsprachiges Personal, allerdings zu wesentlich höheren Kosten.

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Wer hat Anspruch auf die öffentliche Gesundheitsversorgung?

Die Anspruchsberechtigung hängt in der Regel von der Beschäftigung oder dem legalen Wohnsitz ab.

In der Regel sind Sie versichert, wenn Sie:

  • für einen ungarischen Arbeitgeber arbeiten
  • Sozialversicherungsbeiträge zahlen
  • als Einwohner registriert sind

Sobald Sie registriert sind, erhalten Sie eine TAJ-Karte (Sozialversicherungskarte), die Sie beim Besuch öffentlicher Gesundheitseinrichtungen vorlegen müssen.

Was ist eine TAJ-Karte?

Die TAJ-Karte ist Ihr offizieller Krankenversicherungsausweis in Ungarn. Sie weist nach, dass Sie Anspruch auf staatlich finanzierte medizinische Versorgung haben.

Ohne diese Karte werden Ihnen möglicherweise die vollen privaten Tarife berechnet, selbst in öffentlichen Krankenhäusern.

Auswanderer sollten die Karte beantragen, sobald sie einen Wohnsitz oder eine Anstellung erhalten.

Eye health in Hungary
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Sollten sich Expats für eine private Krankenversicherung entscheiden?

Viele Ausländer entscheiden sich aus Bequemlichkeit und sprachlichen Gründen für eine private Versorgung. Privatkliniken bieten oft:

  • Kürzere Wartezeiten
  • Englischsprachige Ärzte
  • Moderne Einrichtungen
  • Einfache Online-Buchung

Die Preise sind im Allgemeinen im Vergleich zu Westeuropa erschwinglich, und viele Leistungen sind ohne Überweisung verfügbar.

Ein privater Hausarztbesuch kann je nach Klinik zwischen 20.000-35.000 HUF (53-93 EUR) kosten.

healthcare public and private hungary
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Brauchen Sie eine private Krankenversicherung?

Eine private Versicherung ist zwar nicht für jeden gesetzlich vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen.

Sie kann Folgendes abdecken:

  • Private Konsultationen
  • Diagnosen und Scans
  • Krankenhausaufenthalte
  • Spezialisierte Behandlungen

Einige Aufenthaltsgenehmigungen oder Visa können auch den Nachweis einer Versicherung erfordern.

In Ungarn sind sowohl internationale Versicherer als auch lokale Anbieter tätig.

Was ist mit Apotheken und Rezepten?

Apotheken (gyógyszertár oder patika auf Ungarisch) sind weit verbreitet und leicht zu finden. Viele Medikamente, die anderswo verschreibungspflichtig sind, können in Ungarn rezeptfrei erworben werden.

Die Öffnungszeiten variieren, aber in größeren Städten gibt es immer 24-Stunden-Apotheken(die Listen finden Sie hier; möglicherweise müssen Sie die Seite übersetzen, da sie auf Ungarisch ist).

Notfallversorgung

Eine Notfallbehandlung ist für jeden möglich. Wählen Sie 112 für den Rettungsdienst.

Die öffentliche Notfallversorgung ist im Allgemeinen zuverlässig, obwohl die Wartezeiten je nach Nachfrage variieren können.

Praktische Tipps für Auswanderer

  • Registrieren Sie sich frühzeitig für Ihre TAJ-Karte
  • Bewahren Sie Kopien Ihrer Versicherungsunterlagen auf
  • Ziehen Sie eine private Versicherung für schnelleren Zugang in Betracht
  • Wählen Sie bei Bedarf Kliniken mit englischsprachigem Personal
  • Prüfen Sie, was Ihr Arbeitgeber bereits abdeckt

Das ungarische Gesundheitssystem ist erschwinglich und größtenteils funktional (leider in den letzten Jahren immer weniger), aber die Mischung aus öffentlichen und privaten Leistungen kann anfangs verwirrend sein. Mit der richtigen Versicherung und Registrierung finden die meisten Expats den Zugang zu medizinischer Versorgung unkompliziert und preisgünstig.

Falls Sie es verpasst haben:

Gesundheit und Versicherung: Häufig gestellte Fragen

Is healthcare free in Hungary for foreigners?

Public healthcare is free or low-cost if you are legally employed and paying social security contributions. Otherwise, you may need private insurance or pay out of pocket.

What is a TAJ card and do I need one?

A TAJ card is Hungary’s social security health card. It proves you are entitled to state-funded medical treatment and is essential for accessing public healthcare.

Can expats use private doctors in Hungary?

Yes. Many expats choose private clinics for shorter waiting times, modern facilities and English-speaking staff. Appointments are usually quick and straightforward to book.

How much does private healthcare cost in Hungary?

Prices vary, but a private GP consultation typically costs between HUF 20,000–35,000 (EUR 53–93). Specialist visits and tests cost more but are still cheaper than in many Western European countries.

Do I need private health insurance to live in Hungary?

It is not mandatory, but it is strongly recommended. Some residence permits also require proof of insurance coverage.

How do I call an ambulance in Hungary?

Dial 112 for emergency services. Operators can usually assist in English.

Are pharmacies easy to find?

Yes. Pharmacies are common throughout Hungary, and larger cities have 24-hour options available for urgent needs.

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