NATO-Konferenz in Budapest – Sprecher des Repräsentantenhauses ruft zur Solidarität mit bedrohten NATO-Staaten auf

Budapest, 27. November (MTI) – Die NATO ist sich einig, die Solidarität unter ihren Mitgliedern trotz unterschiedlicher Ansichten zur Sicherheitspolitik und zu Geostrategien zu stärken, sagte Parlamentspräsident Laszlo Kover am Freitag.

Auf einer NATO-Konferenz in Budapest sagte Kover, die Solidarität müsse auf NATO-Mitgliedstaaten ausgeweitet werden, die eine direkte Gefahr verspüren. Dies könne militärische Bedrohungen in den baltischen Staaten, Polen und anderen Ländern oder die Bedrohung durch Terrorismus und Radikalismus bedeuten, die sich in weiter entfernten Regionen ausbreiten, fügte er hinzuDiese letztgenannten Gefahren bedrohen süd-, mittel- und osteuropäische Verbündete, darunter Ungarn, sagte erFür diese Länder seien die Herausforderungen des Flüchtlingszustroms, der ohne internationale Zusammenarbeit bewältigt wird, immens, fügte er hinzu.

Dieses Problem kann nur an der Wurzel wirksam bewältigt werden: Die Hilfe muss auf Nordafrika und den Nahen Osten ausgeweitet werden, um die Funktionalität in einigen Staaten wiederherzustellen.

Zwar gibt es derzeit keine direkten militärischen Aufgaben für die NATO, doch muss sie die Stabilität in diesen Regionen unterstützen.

Infiltrierende Dschihadisten, die den Migrationsstrom ausgenutzt haben, bergen ernsthafte Sicherheitsrisiken, wie die Anschläge von Paris zeigten.

“Wir fühlen uns mit Frankreich solidarisch und stehen ihm als Verbündeter in dieser schwierigen Situation zur Seite”, sagte der Sprecher des Repräsentantenhauses.

Diese Krise, die über das Militär hinaus politische, wirtschaftliche und informationelle Komponenten hat, erfordere einen umfassenden Ansatz, sagte KoverUm diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, müsse besonderes Augenmerk auf den Aufbau von Konzepten, Fähigkeiten und Anpassungsfähigkeiten gelegt werden, sagte er.

Kover sagte, Ungarn sei von Anfang an ein glühender Befürworter der NATO-Mitgliedschaft Montenegros gewesen, da der Beitritt des Landes gleichzeitig die Sicherheit des Bündnisses und die Stabilität der westlichen Balkanregion stärken könne. Es könnte auch als Inspiration für andere aufstrebende Länder dienen.

Das Bündnis habe seinen Fokus auf kollektiven Schutz verlagert, nachdem zuvor der Schwerpunkt auf kooperativer Sicherheit und Krisenmanagement gelegt worden sei, sagte Kover.

Foto: MTI

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *