Orbán-Kabinett zahlt Waffenprämie für Militärangehörige Monate vor den Wahlen

Verteidigungsminister Kristóf Szalay-Bobrovniczky hat angekündigt, dass berechtigte Soldaten am Freitag, dem letzten Arbeitstag im Januar, eine Waffenprämie in Höhe von sechs Monatsgehältern erhalten werden. Das letzte und bisher einzige Mal, dass die ungarische Regierung eine Waffenprämie gezahlt hat, war im Februar 2022, zwei Monate vor den Parlamentswahlen.

Waffenprämie für Militärangehörige morgen

Nach einer Entscheidung der Regierung werden 80.000 Angehörige der Streitkräfte – darunter auch Soldaten – im Jahr 2026 in den Genuss der Zahlung kommen, wie die Ungarische Nachrichtenagentur schreibt.

Der Minister erklärte, dass damit der Dienst der Soldaten, ihre ständige Bereitschaft und ihre unerschütterliche Entschlossenheit, die sie täglich in allen Bereichen der nationalen Verteidigung unter Beweis stellen, anerkannt wird.

Die ungarische Regierung hat bereits im Oktober 2024 signalisiert, dass sie auch in diesem Jahr das sechsmonatige Gehaltsäquivalent zur Verfügung stellen wird, so wie bei der ersten Waffenprämie im Februar 2022.

Weapons bonus military
Foto: FB/Kristóf Szalay-Bobrovniczky

Gemäß dem Regierungserlass 712/2021 (20. Dezember) haben alle Berufs- und Vertragsbediensteten der Verteidigungsorganisationen – einschließlich des Militärischen Nationalen Sicherheitsdienstes, Reservisten, Bedienstete anderer Behörden, Militärstaatsanwälte und Militärrichter – Anspruch auf diese Leistung. Ab 2026 werden auch Militärkadetten einbezogen.

Das kostet eine Menge Geld für den Haushalt

Die Dienstzulage entspricht sechs Monatsgehältern oder einem individuellen Gehalt. Sie gilt für Personen, die am 31. Dezember 2025 im aktiven Dienst waren, sowie für Personen, deren Verträge im Laufe des Jahres 2025 aufgrund einer dienstbedingten Verletzung oder Krankheit endeten. In dem Dekret werden auch Ausschlussgründe genannt.

Nach Ansicht des Ministers handelt es sich bei der Unterstützung um mehr als eine einmalige finanzielle Zuwendung; sie stärkt die gesellschaftliche Wertschätzung des Militärdienstes. Der selbstlose Einsatz der Soldaten, ihre Disziplin in der Ausbildung und ihre Leistungen bei internationalen Einsätzen und im Inland sind für die Sicherheit Ungarns unverzichtbar.

Nach Berechnungen von G7.hu wird Ungarns ‘Waffenbonus’ den Staatshaushalt 432-456 Milliarden Forint (1,1-1,2 Milliarden Euro) kosten, und das inmitten der schweren Wirtschaftskrise des Landes.

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