Schweizer Brandtragödie: Ungarische Behörden kommentieren, ob Ungarn beteiligt waren

Die ungarischen Behörden haben bestätigt, dass es bei dem verheerenden Brand im Schweizer Skigebiet Crans-Montana keine ungarischen Opfer oder verletzten Bürger gibt, so das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel.
Auf Anfrage von Telex teilte das Ministerium mit, dass nach derzeitigem Kenntnisstand keine ungarischen Staatsangehörigen von der Tragödie betroffen sind. Während die Identifizierung der Opfer noch im Gange ist, hat die ungarische Botschaft keine Hilfeersuchen erhalten. Alle ungarischen Staatsbürger, die in der Schweiz unter konsularischem Schutz stehen, sind in Sicherheit.
Dutzende Tote bei Brand in Crans-Montana
Auf einer Pressekonferenz am Freitagnachmittag gaben Schweizer Beamte weitere Einzelheiten bekannt. Mathias Reynard, Präsident des Walliser Kantonsrats, bestätigte, dass mehr als 40 Menschen bei dem Brand ums Leben gekommen sind, während 119 weitere verletzt wurden. Die Behörden haben bis jetzt 113 der Verletzten identifiziert.
Laut Frédéric Gisler, dem Polizeichef des Kantons Wallis, handelt es sich dabei um 71 Schweizer, 14 Franzosen, 11 Italiener, vier Serben und je einen Bosnier und Herzegowinas, Luxemburgs, Polens und Portugals. Die Nationalität von 14 verletzten Personen bleibt unbekannt.
Das Feuer brach am Donnerstag kurz nach 1:30 Uhr in einer Bar im Skigebiet Crans-Montana aus, breitete sich schnell aus und richtete große Verwüstungen an.

Ungarische Regierungschefs bekunden ihr Beileid
Der ungarische Staatspräsident Tamás Sulyok sprach den Familien der Opfer in einer auf Facebook und X geteilten Nachricht sein Beileid aus. Er sagte, er sei tief erschüttert über die Nachricht von dem tragischen Brand und sprach denjenigen, die Angehörige verloren haben, sein tiefes Mitgefühl aus.
“Ich spreche den Familien der Opfer mein aufrichtiges Beileid aus und bete für die Verstorbenen sowie für die rasche Genesung der Verletzten”, schrieb der Präsident und fügte hinzu, dass die Ungarn in dieser schweren Zeit solidarisch mit dem Schweizer Volk seien.
Parlamentspräsident schickt offizielle Botschaft
Der Präsident des ungarischen Parlaments, László Kövér, sandte ebenfalls eine offizielle Beileidsbekundung an seine Schweizer Amtskollegen, darunter die Präsidenten von National- und Ständerat.
In seiner Botschaft sagte Kövér, er sei zutiefst betrübt über den tödlichen Brand, der etwa vierzig Menschenleben forderte und mehr als hundert Verletzte hinterließ. Im Namen der ungarischen Nationalversammlung sprach er den Familien der Opfer sein Mitgefühl aus und wünschte den Verletzten rasche Genesung, berichtete MTI.

