Schwerer Unfall mit mehreren Fahrzeugen legt ungarische Autobahn lahm und verursacht einen 15 km langen Stau

Ein schwerer Verkehrsunfall, in den ein Lastwagen, fünf Pkw und ein Anhänger verwickelt waren, hat am Samstagnachmittag den Verkehr auf der ungarischen Autobahn M1 zum Erliegen gebracht und die Behörden gezwungen, eine Seite der Autobahn in der Nähe der Stadt Ács komplett zu sperren. Der Unfall verursachte lange Staus von über 15 Kilometern Länge und löste einen groß angelegten Rettungseinsatz aus.
Nach Angaben des ungarischen Straßenverkehrsinformationsdienstes Útinform ereignete sich der Unfall kurz nach Mittag auf der Autobahn M1 in Richtung Wien, einer der meistbefahrenen Verkehrsachsen des Landes, die Budapest mit Westungarn und Österreich verbindet. Aufgrund von Baustellen in der Gegend wurde der Verkehr vorübergehend umgeleitet. Der Unfall ereignete sich in diesem umgeleiteten Abschnitt bei Kilometer 88.
Lkw, Pkw und Anhänger kollidieren bei vorübergehender Verkehrsumleitung
Berichten zufolge kollidierte ein Lastkraftwagen mit fünf Autos und einem Anhänger, der vermutlich von einem der Personenkraftwagen gezogen wurde. Die Umstände des Unfalls werden noch untersucht, aber der Aufprall war so stark, dass zwei Personen in einem der Fahrzeuge eingeklemmt wurden.
Nach Angaben von Blikk führten Berufsfeuerwehrleute aus Komárom und Tatabánya mit Unterstützung der örtlichen Gemeindefeuerwehr und der Freiwilligen Feuerwehr von Ács eine komplexe technische Rettungsaktion durch. Die eingeklemmten Insassen wurden mit Spezialgeräten aus dem Wrack befreit.
Aufgrund der Schwere der Verletzungen wurde neben den Rettungskräften am Boden auch ein Rettungshubschrauber zum Unfallort entsandt. Die Behörden haben noch keine offiziellen Informationen über den Zustand der Insassen veröffentlicht.
Vollsperrung in Richtung Budapest, Verkehr wird umgeleitet
Als Folge des Unfalls und der laufenden Rettungs- und Ermittlungsarbeiten hat die Polizei eine Vollsperrung der Autobahn M1 in Richtung Budapest bei Ács angeordnet. Der Verkehr in Richtung Hauptstadt wurde bei Kilometer 93 von der Autobahn abgeleitet. Die Fahrer wurden angewiesen, bei Komárom wieder auf die M1 aufzufahren.
Útinform und die Katastrophenschutzbehörden haben die Autofahrer aufgefordert, den betroffenen Abschnitt nach Möglichkeit zu meiden und sich auf erhebliche Verzögerungen im Laufe des Nachmittags und frühen Abends einzustellen. Autofahrer, die in der Gegenrichtung unterwegs waren, wurden ebenfalls vor zähfließendem Verkehr gewarnt, da sich die Staus rund um die Unfallstelle weiter aufbauten.
Behörden mahnen zur Vorsicht und zu alternativen Routen
Polizei und Rettungskräfte bleiben vor Ort, während forensische Untersuchungen durchgeführt und die beschädigten Fahrzeuge entfernt werden. Es gibt derzeit keine offiziellen Informationen darüber, wann die Autobahn wieder vollständig geöffnet wird.
Autofahrern wird geraten, alternative Routen zu planen, den Verkehr in Echtzeit zu verfolgen und den Anweisungen der Polizei und der Rettungskräfte zu folgen, die vor Ort tätig sind. Die Behörden haben die Autofahrer auch zu erhöhter Vorsicht ermahnt, insbesondere in den Baustellenbereichen, in denen sich die Verkehrsführung unerwartet ändern kann.

