Sie können sich zwar an Revolut wenden, aber Sie können sich nicht verstecken: Inkassounternehmen können nun ungarische Konten sperren

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Ungarische Inkassounternehmen haben damit begonnen, Vollstreckungsbescheide gegen Revolut-Konten durchzusetzen, nachdem das Fintech-Unternehmen die Übertragung seiner inländischen Privatkunden an seine ungarische Niederlassung abgeschlossen hatte.

Berichten ungarischer Revolut-Nutzer zufolge wurden die ersten Kontosperrungen bereits vorgenommen. Von Vollstreckungsverfahren betroffene Kunden haben per E-Mail und über die App Benachrichtigungen von der Bank erhalten, in denen ihnen mitgeteilt wurde, dass aufgrund eines Pfändungsbeschlusses vorübergehende Einschränkungen für ihre Konten verhängt wurden.

Lokale Niederlassung ebnet den Weg für die Vollstreckung

Diese Entwicklung folgt auf die kürzlich erfolgte Umstrukturierung der ungarischen Geschäftstätigkeiten der Revolut Bank. Anfang dieses Monats gab das Unternehmen bekannt, dass es mehr als zwei Millionen ungarische Privatkunden erfolgreich auf die neu gegründete ungarische Niederlassung der Revolut Bank UAB übertragen habe.

Dieser Schritt erleichterte es den ungarischen Vollstreckungsbeamten zudem erheblich, das Institut bei der Eintreibung ausstehender Forderungen zu identifizieren und zu kontaktieren. Berichten zufolge können Vollstreckungsbeamte nun offizielle Anfragen an die ungarische Niederlassung richten, um festzustellen, ob ein Schuldner ein Konto bei Revolut unterhält, und gegebenenfalls eine Kontosperrung zu veranlassen.

Ein ungarischer Vollstreckungsbeamter bestätigte zuvor, dass die ungarische Niederlassung der Revolut Bank nun im nationalen Vollstreckungssystem sichtbar sei, sodass die Behörden nun dieselben Beitreibungsverfahren anwenden können, die auch für in Ungarn tätige traditionelle Banken gelten.

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Warnung bereits vor Jahren ausgesprochen

Die jüngsten Entwicklungen kommen nicht völlig überraschend. Die ungarische Nationale Steuer- und Zollverwaltung (NAV) warnte bereits vor drei Jahren, dass Steuerzahler nicht davon ausgehen sollten, dass Gelder auf Revolut-Konten für die Behörden unerreichbar seien.

Damals betonte die NAV, dass Steuerschulden auch von Revolut-Konten eingezogen werden könnten, und warnte davor, die Plattform zu nutzen, um Vermögenswerte vor der Vollstreckung zu schützen, schreibt Economx.

Nun sind diese Warnungen zur Realität geworden. Nutzer in Revolut-Community-Gruppen haben berichtet, dass sie Nachrichten erhalten haben, in denen es hieß: „Aufgrund eines Pfändungsbeschlusses wurden vorübergehende Beschränkungen für Ihr Konto verhängt.“ Vollstreckungsbeamte bestätigten, dass solche Kontosperrungen in den letzten Wochen aktiv durchgeführt wurden.

Diese Änderung bedeutet, dass Revolut-Konten in Ungarn nun faktisch denselben Inkassomechanismen unterliegen wie Konten bei inländischen Banken, wodurch das, was manche Schuldner möglicherweise als finanziellen Zufluchtsort angesehen haben, wegfällt.

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