Tragödie in Budapest: Frau springt aus dem Fenster, nachdem in einer Wohnung im 15. Stock ein Feuer ausgebrochen ist

Sprache ändern:
Eine Frau ist ums Leben gekommen, nachdem am frühen Freitagmorgen in einer Wohnung im 15. Stock eines Hochhauses im 14. Bezirk von Budapest, Zugló, ein Brand ausgebrochen war.
Ein weiterer Brand brach im 14. Bezirk von Budapest aus
Das Feuer brach in einer Wohnung in der Füredi-Siedlung im Rákosfalva-Park aus. Nach Angaben der Budapester Katastrophenschutzbehörden standen ein Zimmer und ein Balkon vollständig in Flammen. Die Feuerwehr löschte den Brand mit zwei Wasserstrahlen.
Wie BudapestKörnyéke berichtet, wurden zehn Löschfahrzeuge, drei Rettungswagen und mehrere Polizeieinheiten zum Einsatzort entsandt. Ein Feuerwehrmann wurde bei dem Einsatz verletzt und zur Behandlung ins Honvéd-Krankenhaus gebracht. Die Bewohnerin der Wohnung, eine Mutter von zwei Kindern, starb noch am Einsatzort.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich nur wenige Stunden zuvor im selben Bezirk, in der Stefánia-Straße, wo das Dach eines Wohnkomplexes in Brand geriet; die Flammen griffen auf zwei benachbarte Wohnungen über und gefährdeten zudem nahegelegene Häuser.
Frau stürzte aus dem 15. Stock
Nach Angaben von Anwohnern verließ die Frau die brennende Wohnung nach Ausbruch des Feuers durch ein Fenster und starb noch am Unfallort. Es ist jedoch noch nicht geklärt, ob sie das Gebäude absichtlich auf diese Weise verließ oder versuchte, den Flammen zu entkommen.
Das Budapester Polizeipräsidium teilte mit, dass im Zusammenhang mit dem Todesfall ein Verwaltungsverfahren eingeleitet wurde, während gleichzeitig eine separate Brandermittlung läuft, um die Ursache und die Umstände des Brandes zu klären.
Anwohner hörten vor dem Brand Schreie
Bewohner des Hochhauses berichteten lokalen Medien, dass die Bewohner der unteren Stockwerke in den frühen Morgenstunden des Freitags durch lautes Geschrei und Schreie geweckt worden seien, woraufhin ein lauter Aufprall folgte. Nachbarn sagten, die Frau habe seit ihrer Kindheit in der Füredi-Siedlung gewohnt und sei mehreren Menschen in der Gegend bekannt gewesen, schreibt „Blikk“.
Eine Nachbarin berichtete, dass sie normalerweise mit ihrer Mutter und zwei kleinen Töchtern zusammengelebt habe. Die Kinder sollen nicht mehr bei ihr gewohnt haben, während sich ihre Mutter zum Zeitpunkt des Vorfalls im Krankenhaus befand. Anwohner gaben zudem an, dass die Frau unter schweren persönlichen Schwierigkeiten gelitten habe und dass bereits zuvor Rettungskräfte zu der Wohnung gerufen worden seien.
Die Ermittlungen dauern an
Die Wohnung wurde durch den Brand schwer beschädigt und ist derzeit unbewohnbar. Nach Angaben des Hausmeisters wird die Gemeinde voraussichtlich die Räumung und Instandsetzung der Wohnung veranlassen.
Angehörige berichteten Reportern, dass Polizei und Rettungsdienst zuvor bereits mehrfach wegen Bedenken hinsichtlich des Zustands der Frau zu der Wohnung gerufen worden seien. Sie gaben an, die Behörden wiederholt gebeten zu haben, ihr angemessene Hilfe zukommen zu lassen.
Zwei Tage vor der Tragödie hatte die Frau eine beunruhigende Nachricht in den sozialen Medien veröffentlicht, in der sie behauptete, dass sich Personen als Polizeibeamte und Rettungssanitäter ausgaben, und erklärte, sie habe Angst, ihre Wohnung zu verlassen. Die Behörden untersuchen weiterhin die Umstände des Brandes und den Tod der Frau.
Lesen Sie auch: Leiche eines vermissten 21-jährigen Ozora-Festival-Mitarbeiters in der Nähe des Festivalgeländes gefunden

