Tragödie in einem berühmten Gasbad in Siebenbürgen: Ein Mann stirbt, ein weiterer wird ins Krankenhaus eingeliefert

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Ein Mann ist gestorben und ein weiterer wurde ins Krankenhaus gebracht, nachdem beide während einer Behandlung in einer Mofetta im Szeklerland in Zentralrumänien das Bewusstsein verloren hatten. Der Unfall ereignete sich in Büdösfürdő, einem ungewöhnlichen Bergkurort, der für seine natürlich vorkommenden vulkanischen Gasbäder bekannt ist.

Die Rettungskräfte wurden am Samstag nach Büdösfürdő – auf Rumänisch Sântimbru-Băi – gerufen, nachdem zwei Männer bewusstlos in einer Mofetta aufgefunden worden waren, berichtete die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax unter Berufung auf die Rettungskräfte des Kreises Harghita.

Den Behörden zufolge waren beide Männer etwa 40 bis 45 Jahre alt. Rettungskräfte versuchten, sie wiederzubeleben, doch einer der Männer konnte nicht mehr gerettet werden. Der andere wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die Feuerwehrleute mussten den mit Gas gefüllten Bereich mit umluftunabhängigen Atemschutzgeräten betreten, um die Opfer zu bergen. Die Rettungskräfte beschrieben die Umgebung als stark mit Kohlendioxid gesättigt und zum Atmen gefährlich.

Die Polizei hat Ermittlungen zu den Umständen des Vorfalls aufgenommen; eine Obduktion soll die genaue Todesursache klären.

Was ist eine Mofetta und warum kann sie gefährlich sein?

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Whirlpool enthält eine Mofetta kein Wasser. Die Besucher sitzen oder stehen stattdessen in einer vertieften Kammer, in der natürlich vorkommende vulkanische Gase aus dem Boden austreten und sich in Bodennähe ansammeln.

Büdösfürdő liegt hoch in den Harghita-Bergen, einem Gebiet, das durch uralte vulkanische Aktivität geprägt wurde und bis heute für seine Mineralquellen und Erdgasausströmungen bekannt ist. Rund um Sântimbru-Băi wurden mehr als zehn solcher Gasaustritte identifiziert, von denen einige traditionell zu therapeutischen Zwecken genutzt werden.

Transylvania mofetta Büdösfürdő gas bath
Mofetta in Büdösfürdő in Siebenbürgen. Foto: Wikimedia Commons

Laut dem offiziellen Tourismusportal „Visit Harghita“ können Gasproben aus der Region zwischen 14 und 99 Prozent Kohlendioxid enthalten, zusammen mit Schwefelwasserstoff und Radon. Die Behandlungen werden traditionell bei Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Bewegungsapparats und bestimmten Erkrankungen des Nervensystems eingesetzt.

Schon der ungarische Name des Kurortes deutet auf seine ungewöhnliche Geologie hin: „Büdösfürdő“ bedeutet so viel wie „stinkendes Bad“ – ein Hinweis auf die schwefelhaltigen Gase, die auf natürliche Weise aus dem Boden aufsteigen.

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Eine traditionelle Behandlungsmethode, die auch gefährlich sein kann

Dieselben physikalischen Eigenschaften, die Mofettas so ungewöhnlich machen, können sie auch gefährlich machen. Kohlendioxid ist schwerer als Luft und kann sich daher in Gruben und geschlossenen Vertiefungen in Bodennähe ansammeln.

In hohen Konzentrationen kann es den Sauerstoff verdrängen und zu Schwindel, Bewusstlosigkeit und möglicherweise tödlichem Ersticken führen.

Kohlendioxid selbst ist farblos und geruchlos. Das natürliche Gasgemisch in Büdösfürdő kann jedoch auch Schwefelwasserstoff enthalten, der für den charakteristischen schwefelartigen Geruch verantwortlich ist. Aus diesem Grund müssen Besucher während der Behandlung den Kopf über der konzentrierten Gasschicht halten und die Sicherheitshinweise befolgen.

Dies ist nicht der erste tödliche Vorfall in Büdösfürdő

Eine ähnliche Tragödie ereignete sich 2016 im selben Kurort. Im Juli jenes Jahres wurde eine 39-jährige Frau tot in einer Mofetta in Sântimbru-Băi aufgefunden. Rettungskräfte bargen ihre Leiche aus der Anlage, und erste Ermittlungen deuteten damals darauf hin, dass ihr Tod wahrscheinlich auf einen Unfall zurückzuführen war.

Der jüngste Vorfall hat erneut die ungewöhnliche Doppelnatur der Mofetten in Siebenbürgen deutlich gemacht: Die natürlich vorkommenden Gase werden seit Jahrzehnten im Rahmen lokaler Heiltraditionen genutzt, doch der Kontakt mit hohen Konzentrationen kann eine ernsthafte Gefahr darstellen.

Die Behörden haben bislang noch nicht geklärt, wodurch die beiden Männer das Bewusstsein verloren haben, und die offizielle Todesursache wird weiterhin untersucht.

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