Trump stellt sich voll hinter Orbán: “Er macht einen unglaublichen Job”

Donald Trump hat dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán während der ersten Sitzung des Friedensrates, die am Donnerstag in Washington stattfand, seine volle Unterstützung zugesagt.

Bei der Vorstellung der Staats- und Regierungschefs, die an dem hochrangigen Treffen teilnahmen, lobte der US-Präsident Orbáns Bilanz und sagte, der ungarische Regierungschef leiste “unglaubliche Arbeit”, insbesondere bei der Bekämpfung der Migration, schreibt MTI.

Trump verwies auch auf die bevorstehenden Parlamentswahlen in Ungarn und bekräftigte, dass er fest hinter Orbán stehe und seine weitere Führung unterstütze.

Orbán: Die Amerikaner verhandeln, Europa wählt den Krieg

Auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen hob Orbán hervor, dass sich die Differenzen zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union in wichtigen geopolitischen Fragen vergrößert hätten.

Dem Premierminister zufolge starten die Amerikaner ständig diplomatische Initiativen und stehen in direktem Kontakt mit den Russen, die in ständigen Verhandlungen stehen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs hingegen haben beschlossen, den Krieg fortzusetzen.

“Sie planen das nicht nur oder ziehen es in Erwägung”, sagte Orbán. “Sie haben die Entscheidung getroffen, dass Russland auf ukrainischem Territorium besiegt werden muss, und sie sprechen offen darüber.

Er argumentierte, dass ein solches Vorgehen eher auf eine weitere Eskalation als auf Frieden hindeutet.

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Foto: MTI/Miniszterelnöki Kommunikációs Főosztály/Fischer Zoltán

Transatlantische Zusammenarbeit wird komplizierter

Orbán warnte, dass die Zusammenarbeit über den Atlantik hinweg immer komplizierter wird. Seiner Ansicht nach vertieft sich die strategische Kluft zwischen Amerika und Europa nicht nur in der Ukraine, sondern auch in anderen internationalen Konflikten.

Als Beispiel nannte er den Gazastreifen, wo es eine starke amerikanische Initiative gebe, während die EU weitgehend abwesend sei und sich erst später und indirekt einmische.

Der ungarische Premierminister wies darauf hin, dass diese unterschiedlichen Ansätze die Gefahr bergen, die traditionelle transatlantische Einheit in einer Zeit zu schwächen, in der eine koordinierte Diplomatie entscheidend wäre.

Klare politische Botschaft vor den Wahlen

Trumps öffentliche Unterstützung sendet ein starkes politisches Signal vor den nächsten Wahlen in Ungarn. Indem er Orbáns Migrationspolitik und Regierungsführung lobte, positionierte sich der US-Präsident als Verbündeter der ungarischen Regierung sowohl in innen- als auch in außenpolitischen Fragen.

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