Ungarischer Forint im Aufwind: Er gewinnt gegenüber den Weltwährungen an Stärke

Der ungarische Forint gewann am Montag erneut an Schwung, legte gegenüber den wichtigsten globalen und regionalen Währungen zu und näherte sich den jüngsten Höchstständen, wie aus Marktberichten und Analystenkommentaren hervorgeht.
Forint setzt seine gute Serie fort
Der Forint begann die Woche auf einer starken Basis und kletterte am frühen Morgen unter die Marke von 378 pro Euro. Analysten der Erste merkten an, dass die ungarische Währung auch gegenüber dem polnischen Zloty auf ein Zweijahreshoch kletterte, was die Breite der Rallye unterstreicht.
Bis zum Nachmittag blieb der Aufwärtstrend intakt, schreibt VG.hu. Kurz vor 15 Uhr wurde der Euro bei 377,4 HUF gehandelt, während der US-Dollar im Laufe des Tages zeitweise unter 318,5 HUF abrutschte. Insgesamt wertete der Forint um etwa ein halbes Prozent gegenüber dem Euro und um etwa 0,3 Prozent gegenüber dem Dollar auf.
Im Vergleich zu einigen anderen Währungen war die Entwicklung noch auffälliger. Die ungarische Einheit legte sowohl gegenüber dem Schweizer Franken als auch gegenüber dem polnischen Zloty um mehr als ein halbes Prozent zu, was die solide Stimmung der Anleger gegenüber der Regionalwährung verdeutlicht.

Begrenzte inländische Daten, Fokus auf die Zentralbank
Die Marktteilnehmer erwarten diese Woche keine bedeutenden inländischen Wirtschaftsdaten, die die Wechselkurse wesentlich beeinflussen könnten. Stattdessen richtet sich die Aufmerksamkeit bereits auf die Zinsentscheidung der Magyar Nemzeti Bank am kommenden Dienstag.
Diese Sitzung könnte einen Wendepunkt markieren, da Analysten weitgehend mit der ersten Zinssenkung seit fast anderthalb Jahren rechnen. Die Prognosen gehen von einer Senkung um 25 Basispunkte aus, wodurch der Leitzins auf etwa 6,25 Prozent sinken würde.
Laut Equilor Befektetési Zrt. bildet der Rückgang des Euro unter 378,5 HUF nun eine kurzfristige Widerstandsmarke, während die nächste potenzielle Unterstützungszone zwischen 375 und 376 HUF liegt.
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Politische Signale bewegen die Märkte nicht
Unabhängig davon haben die politischen Entwicklungen bisher kaum sichtbare Auswirkungen auf die Währung gehabt. Jüngste Äußerungen von Marco Rubio betonten die Bedeutung der Beziehung zwischen Donald Trump und dem ungarischen Premierminister Viktor Orbán, einschließlich der Andeutung, dass Ungarn im Falle finanzieller Schwierigkeiten Unterstützung erwarten könne.
Trotz dieser positiven Signale scheint das Fehlen konkreter Details jede Marktreaktion begrenzt zu haben. Im Laufe des Vormittags bewegte sich der Forint in einer engen Spanne zwischen etwa 318 HUF und 318,5 HUF pro Dollar, bevor er sich stabilisierte.
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In der Nähe der jüngsten Höchststände
Nach anfänglichem Zögern hat die ungarische Währung sowohl gegenüber dem Euro als auch gegenüber dem Dollar wieder zugelegt. Gegen Mittag wurde sie bei 377,1 HUF pro Euro gehandelt und lag damit in der Nähe ihres Höchststandes von 376,4 HUF in der vergangenen Woche.
Auch gegenüber dem Dollar legte der Forint wieder zu und sank kurzzeitig unter 318,1 HUF. Analysten weisen jedoch darauf hin, dass er von einem entscheidenden technischen Durchbruch weiter entfernt ist, als es zu Beginn der Handelssitzung den Anschein hatte.

