Ungarn begeht den 500. Jahrestag der Schlacht von Mohács mit neuen Gedenkmünzen

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Ungarn hat den 500. Jahrestag der Schlacht von Mohács mit der Ausgabe von Gedenkmünzen und einem speziellen Briefmarkenblock gewürdigt, die am Freitag im Rahmen einer Jubiläumsfeier in der südungarischen Stadt Mohács vorgestellt wurden.

Die Ungarische Nationalbank und die Ungarische Post stellen Sonderausgaben zu Ehren der Opfer und Helden vor

Die Ungarische Nationalbank (Magyar Nemzeti Bank, MNB) hat zwei Gedenkmünzen herausgegeben – eine Silbermünze im Wert von 30.000 HUF und eine Version aus Nichteisenmetall im Wert von 6.000 HUF.

Gleichzeitig hat die Magyar Posta einen Sonderbriefmarkenblock herausgebracht, der an eines der prägendsten Ereignisse der ungarischen Geschichte erinnert.

Die Schlacht bei Mohács fand am 29. August 1526 statt, als die ungarische Armee eine entscheidende Niederlage gegen die Truppen des osmanischen Sultans Süleyman dem Prächtigen erlitt.

Die Schlacht bei Mohács führte zu schweren Verlusten auf ungarischer Seite und hatte tiefgreifende Folgen für die weitere Geschichte des Landes.

Zwei in begrenzter Auflage herausgegebene Gedenkmünzen

Levente Sipos-Tompa, Vizepräsident der MNB und zuständig für die Aufsicht über Finanzinstitute und den Verbraucherschutz, hielt bei der Jubiläumsveranstaltung eine Rede.

Er erklärte, die Gedenkmünzen der Zentralbank würdigten die Helden und Opfer der Schlacht sowie den Mut der Soldaten, die sich bei der Verteidigung ihres Vaterlandes opferten.

Die MNB gibt von jeder Version 5.000 Exemplare heraus, sodass insgesamt nur 10.000 Münzen geprägt werden.

Die Zentralbank betonte, dass der Hauptzweck von Gedenkmünzen darin bestehe, historischen und kulturellen Wert zu vermitteln und die Aufmerksamkeit auf bedeutende Ereignisse zu lenken.

Sie sind nicht für den täglichen Zahlungsverkehr bestimmt. Ihre limitierte Auflage und ihre künstlerische Gestaltung verleihen ihnen einen besonderen Sammlerwert, während der Nennwert dazu beiträgt, ihren Wert als Sammlermünzen zu erhalten.

Ein von der Nationalgedenkstätte Mohács inspiriertes Motiv

Die Vorderseite der Münzen zeigt eine Komposition, die vom gespaltenen Tor der Nationalgedenkstätte Mohács inspiriert ist, sowie eine stilisierte Darstellung eines Grabhügels, der mit durch Schwerter geteilten, kreuzförmigen Motiven verziert ist.

Das Motiv enthält zudem eine Inschrift, die die Schlusszeilen aus Károly Kisfaludys Gedicht „Mohács“ aus dem Jahr 1821 zitiert. Die Inschrift reflektiert die historische Bedeutung von Mohács und blickt zugleich in die Zukunft und auf den Frieden.

Die Rückseite zeigt berittene Krieger, die in die Schlacht ziehen und einer Reihe von Lanzen gegenüberstehen, die die osmanische Armee symbolisieren. Die Münzen wurden von Zoltán Endrődy entworfen.

Die 30.000-HUF-Münze besteht aus Silber mit einer Feinheit von 925 und wiegt 31,46 Gramm. Sie verfügt über eine Proof-Oberfläche und misst 26,40 mal 39,60 Millimeter.

Die 6.000-HUF-Version besteht aus einer Legierung aus 75 Prozent Kupfer und 25 Prozent Nickel, wiegt 27 Gramm und weist eine satinierte Oberfläche auf. Beide Münzen haben eine rechteckige Form mit glattem Rand.

Auf der Vorderseite sind zudem das Prägejahr 2026 und das Münzzeichen „BP“ zu sehen, während die Rückseite das offizielle „Mohács 500“-Logo sowie die Nennwerte zeigt.

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Die Sonderprägung zum 500. Jahrestag der Schlacht von Mohács. Foto: MTI/Kacsúr Tamás

Ein Sonderbriefmarkenblock erinnert künstlerisch an die Schlacht bei Mohács

Die Magyar Posta hat anlässlich des 500. Jahrestags zudem einen Gedenkbriefmarkenblock herausgegeben. Die Postausgabe ist nicht nur als philatelistisches Sammlerstück gedacht, sondern auch als Hommage an diejenigen, die am 29. August 1526 bei der Verteidigung ihres Vaterlandes ihr Leben ließen.

Der Briefmarkenblock greift bedeutende Kunstwerke auf, die mit der Schlacht bei Mohács und der damaligen Epoche in Verbindung stehen, um an die historischen Ereignisse zu erinnern.

Der Rahmen zeigt einen Holzschnitt mit dem Titel „Die Schlacht bei Mohács“, der im Jahr 1526 entstand. Die Briefmarke auf der linken Seite zeigt István Dorffmaisters Porträt von Ludwig II., während die Briefmarke auf der rechten Seite ein Detail aus József Borsos’ Gemälde „Die Schlacht von Mohács im Jahr 1526“ zeigt, einer Kopie von Dorffmaisters Gemälde.

Der Gedenkumschlag ist mit einem Ausschnitt aus dem Gemälde „Die Entdeckung des Leichnams Ludwigs II.“ von Bertalan Székely verziert. Der Ersttagsbrief trägt zudem das offizielle Logo des Gedenkjahres „Mohács 500“.

Der Briefmarkenblock wurde in der Druckerei Pénzjegynyomda anhand von Fotografien von István Füzi und Gerald Raab nach einem Entwurf des Grafikers Balázs Hajnal hergestellt. Die Gedenkumschläge wurden von Pátria Nyomda produziert.

Erinnerung an einen Wendepunkt in der ungarischen Geschichte

Die Jubiläumsausgaben sind Teil der umfassenden Gedenkfeierlichkeiten Ungarns zum halben Jahrtausend seit der Schlacht bei Mohács. Die Niederlage von 1526 wurde zu einem entscheidenden Wendepunkt in der ungarischen Geschichte.

König Ludwig II. kam nach der Schlacht ums Leben, während die Niederlage zur späteren Teilung des Königreichs Ungarn und zur Ausweitung des osmanischen Einflusses in der Region beitrug.

Fünf Jahrhunderte später dienen die neuen Münzen und Briefmarken als greifbare Erinnerung an die Menschen, die bei Mohács kämpften und starben, und bewahren zugleich das Andenken an die Schlacht durch die ungarischen Traditionen des Münzsammelns und der Philatelie.

Die Gedenkausgaben wurden in Mohács im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Stadt vorgestellt, an denen Vertreter der MNB, der Magyar Posta und der Kommunalverwaltung teilnahmen.

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