Ungarn beruft parteiübergreifende Krisengespräche wegen Hitzewelle und Energiesituation ein

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Ágnes Forsthoffer, die vorübergehend die Befugnisse des ungarischen Präsidenten wahrnimmt, hat ein dringendes Treffen mit Ministerpräsident Péter Magyar und den Vorsitzenden aller Fraktionen im Parlament einberufen, um die sich verschärfende Hitzewelle, die Wasserknappheit sowie die Auswirkungen der Stilllegung des Kernkraftwerks Paks zu erörtern.

Laut einer am Sonntag vom Sándor-Palast veröffentlichten Erklärung wird das Treffen am Montagvormittag stattfinden.

Ungarische Regierung soll Krisenreaktion erläutern

In der Erklärung hieß es, Forsthoffer habe den Ministerpräsidenten um eine dringende und außerordentliche Unterrichtung über die durch die extreme Hitze verursachte aktuelle Lage sowie über die bereits ergriffenen und für die kommenden Tage geplanten Maßnahmen gebeten.

Sándor Palace bezeichnete die Kombination aus der anhaltenden Hitzewelle, dem kritisch niedrigen Wasserstand der Donau, der Abschaltung des Kernkraftwerks Paks und den für mehrere Gemeinden geltenden Wassereinschränkungen der Stufe 3 als eine Ausnahmesituation, die sofortiges und koordiniertes Handeln erfordere.

Die Fraktionsvorsitzenden im Parlament luden ein

Da für nächste Woche keine außerordentliche Plenarsitzung der Nationalversammlung angesetzt ist, betonte Forsthoffer, es sei wichtig, dass die Vorsitzenden der Fraktionen Informationen direkt vom Ministerpräsidenten erhielten und die Möglichkeit hätten, Fragen zu stellen.

Die amtierende Staatschefin kündigte die Initiative zudem auf ihrer offiziellen Facebook-Seite an und brachte dabei ihre Hoffnung auf die Zusammenarbeit aller politischen Parteien zum Ausdruck. Ministerpräsident Péter Magyar reagierte öffentlich darauf und dankte Frau Forsthoffer für die Einladung.

Ministerpräsident betont die Bedeutung der nationalen Einheit

In einer am Sonntag veröffentlichten Videobotschaft bestätigte Magyar, dass er zunächst Forsthoffer informieren werde, bevor er sich mit den Fraktionsvorsitzenden im Sándor-Palast treffe. Er erklärte, er werde detaillierte Informationen sowohl zu den Herausforderungen, die seine Regierung übernommen habe, als auch zu den Entscheidungen und Maßnahmen, die als Reaktion auf die aktuelle Lage ergriffen worden seien, bereitstellen.

Der ungarische Ministerpräsident argumentierte, dass in einer Krise dieses Ausmaßes die nationale Einheit und ein offener Dialog zwischen der Regierung, den politischen Parteien und der Gesellschaft für eine wirksame Reaktion unerlässlich seien.

Oppositionsparteien bestätigen ihre Teilnahme

Die Oppositionspartei Fidesz bestätigte, dass sie an der Pressekonferenz am Montag teilnehmen werde. János Bóka, der Fraktionsvorsitzende der Partei, erklärte, Fidesz erwarte detaillierte Informationen zu den von der Regierung geplanten Maßnahmen zur Bewältigung der Energiekrise.

Auch die KDNP kündigte ihre Teilnahme an der Sitzung an und erklärte, dass im Interesse des ungarischen Volkes alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden sollten. Die Partei dankte zudem den Einsatzkräften und der Bevölkerung für ihren Einsatz und ihre Ausdauer während der anhaltenden Krise.

Die Sitzung am Montag findet statt, während Ungarn weiterhin mit einer der schwersten Hitzewellen der letzten Jahre zu kämpfen hat, wobei extreme Temperaturen, Wasserknappheit und Herausforderungen bei der Energieversorgung die Infrastruktur und die öffentlichen Dienste des Landes zunehmend unter Druck setzen.

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