Ungarn modernisiert Grenzübergänge mit neuer Technologie für schnelleres und sichereres Reisen

Die ungarischen Straßengrenzübergänge werden in den kommenden Jahren umfassend modernisiert. Die Arbeiten an einem groß angelegten Projekt mit dem Titel “Modernisierung der Grenzübergangsstellen und Erhöhung ihrer Kapazität” haben begonnen. Die Arbeiten werden mit Unterstützung der Europäischen Union und einer Kofinanzierung des ungarischen Staates durchgeführt und umfassen ein Gesamtbudget von über 1,29 Milliarden Forint. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis zum Sommer 2027 andauern.
Steigender Grenzverkehr macht Modernisierungen notwendig
Der Verkehr entlang der ungarischen Schengen-Außengrenzen hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Personenkraftwagen, Busse und der Güterverkehr belasten die Grenzübergänge immer stärker. Die Behörden sagen, dass eine Verbesserung der Effizienz und eine Verkürzung der Wartezeiten unerlässlich geworden sind.
Der Begünstigte des Projekts, das nationale Polizeipräsidium (ORFK), will die Qualität der Grenzkontrollverfahren verbessern. Dazu gehören die Modernisierung der Informationsdienste und die Verbesserung der bei der Dokumentenprüfung eingesetzten Technologie.

Neue digitale Matrixschilder sollen Grenzübertritte beschleunigen
Eines der Schlüsselelemente des Projekts ist die Installation von modernen Matrixschildern mit variabler Anzeige an allen Straßengrenzübergängen. Diese digitalen Anzeigen werden:
- klare und schnelle Informationen für Reisende bieten,
- die Passagierkategorien (EU-Bürger mit freiem Personenverkehr und Drittstaatsangehörige) trennen,
- ein dynamisches Verkehrsmanagement ermöglichen,
- eine flexible Neuzuweisung von Fahrspuren in beide Richtungen ermöglichen,
- Text- und visuelle Informationen über Beschränkungen, Fahrspurwechsel oder andere Aktualisierungen anzeigen.
Ziel ist es, den Durchsatz in der Richtung zu erhöhen, in der zu einem bestimmten Zeitpunkt eine höhere Nachfrage besteht – zum Beispiel an Wochenenden, in Ferienzeiten oder bei saisonalen Spitzenbelastungen.
Erhöhte Dokumentensicherheit und Digitalisierung
Ein weiterer Schwerpunkt des Programms ist die Verbesserung der Dokumentenprüfverfahren. In Verbindung mit den Systemen NEKOR und FADO wird der ORFK neue IT-Lösungen und technische Ausrüstungen anschaffen, um:
- die Digitalisierung von Dokumenten zu beschleunigen,
- die Echtheitsprüfung schneller und genauer zu machen,
- die elektronische Aktenführung zu unterstützen,
- die Umstellung auf eine moderne, digitale öffentliche Verwaltung insgesamt zu verstärken.
Es wird erwartet, dass diese Entwicklungen die Zuverlässigkeit und Sicherheit der Grenzkontrollen langfristig verbessern werden.

Implementierung im Gange, Fertigstellung für 2027 geplant
Das Projekt befindet sich derzeit in der Umsetzungsphase, die physische Fertigstellung ist für den 30. Juli 2027 geplant. Nach Angaben der Polizei wird die Investition nicht nur die Effizienz der Grenzübergänge verbessern, sondern auch dazu beitragen, einen gut organisierten Personenverkehr zu gewährleisten, der den Schengen-Standards entspricht.
Nach der Modernisierung können Reisende aus der EU und aus Drittländern in Zukunft mit schnelleren, transparenteren und bequemeren Grenzübertritten rechnen.

