Ungarns große Woche: Neue Verfassungsvorschriften, KI-Ambitionen und Investitionen in Milliardenhöhe im Überblick

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Die ungarische Außenministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Anita Orbán hat eine Woche voller politischer, wirtschaftlicher und diplomatischer Entwicklungen skizziert und dabei Verfassungsreformen, neue Regierungsprogramme sowie Bemühungen zur Stärkung der Position des Landes in Mitteleuropa hervorgehoben.

In einem Facebook-Beitrag, in dem sie die Ereignisse der vergangenen Woche Revue passieren ließ, beschrieb Orbán eine Reihe von Beschlüssen, die darauf abzielen, die ungarischen Institutionen zu stärken, die wirtschaftliche Entwicklung anzukurbeln und die regionale Zusammenarbeit auszubauen.

Verfassungsänderung tritt in Kraft

Laut Orbán hat das Parlament am Montag die 17. Änderung des Grundgesetzes des Landes verabschiedet, wobei die Änderungen sofort in Kraft traten.

Die Änderung führt eine Begrenzung der Amtszeit von Abgeordneten auf zwölf Jahre ein, stärkt die Unabhängigkeit des Verfassungsgerichts und der Justiz und schafft die verfassungsrechtliche Grundlage für eine neue Behörde, die für die Rückführung unrechtmäßig verwendeter öffentlicher Vermögenswerte zuständig ist.

Die Verfassungsreform ist Teil des umfassenderen Programms der Regierung für institutionelle Veränderungen im Anschluss an den politischen Wandel in diesem Jahr.

Beziehungen zu Frankreich und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Fokus

Am Dienstag vertrat Frau Orbán Ungarn als stellvertretende Ministerpräsidentin bei den Feierlichkeiten zum französischen Nationalfeiertag. Sie hob die starken wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor und wies darauf hin, dass fast 500 französische Unternehmen rund 45.000 Menschen in Ungarn beschäftigen, während sich das bilaterale Handelsvolumen im Jahr 2024 auf fast 10,2 Milliarden Euro belief.

Nach Angaben der Außenministerin könnte eine neue Dynamik in den ungarisch-französischen Beziehungen weitere Investitionen fördern, sichere Arbeitsplätze sichern und die Fähigkeit Ungarns stärken, seine Interessen innerhalb Europas zu vertreten.

Neue Entwicklungsprogramme genehmigt

Die ganztägige Kabinettssitzung am Mittwoch führte zu mehreren wichtigen Regierungsbeschlüssen. Orbán erklärte, die Regierung starte das „St.-Stephans-Programm“, das darauf abzielt, ländlichen Gemeinden dabei zu helfen, ihre Bevölkerung zu halten und gleichzeitig neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu schaffen.

Das Kabinett genehmigte zudem die Beteiligung Ungarns an der europäischen „AI Gigafactory“-Initiative und am IRIS²-Satellitenprogramm sowie die Verabschiedung des „Baross-Gábor-Programms“, einer umfassenden Strategie zur Modernisierung des ungarischen Eisenbahnnetzes.

Regionale Zusammenarbeit und ungarische Gemeinschaften im Ausland

Am Donnerstag traf sich Frau Orbán erstmals mit Franco Dal Mas, dem Generalsekretär der Mitteleuropäischen Initiative, um eine engere regionale Zusammenarbeit zu erörtern. Sie erklärte, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den mitteleuropäischen Ländern werde die Energiesicherheit, die Infrastruktur und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit Ungarns verbessern.

Später am selben Tag nahm Orbán an einer Sitzung des Parlamentsausschusses für ungarische Gemeinschaften im Ausland teil und betonte, dass Außenpolitik und Innenpolitik nicht voneinander getrennt werden könnten. Sie erklärte, der Schutz der Sicherheit, der Sprachrechte, der Bildungschancen und der Gemeinschaftsrechte ethnisch ungarischer Gemeinschaften jenseits der ungarischen Grenzen bleibe sowohl in bilateralen als auch in europäischen Verhandlungen eine Priorität.

Besuch in Baden-Württemberg unterstreicht Investitionsbeziehungen

Die Ministerin begrüßte zudem Thomas Strobl, den Präsidenten des Landtags von Baden-Württemberg, dessen erster offizieller Auslandsbesuch Ungarn galt. Orbán bezeichnete Baden-Württemberg als einen der wichtigsten Wirtschaftspartner Ungarns und verwies dabei auf die kürzlich erfolgte Einweihung des 1-Milliarde-Euro-Ausbaus von Mercedes-Benz in Kecskemét, der Anfang letzter Woche angekündigt worden war.

Eine ereignisreiche Woche voller Reformen und diplomatischer Aktivitäten

In seiner Zusammenfassung der Woche bezeichnete Orbán diese als eine Woche, die von Verfassungsreformen, bedeutenden Regierungsbeschlüssen und wichtigen diplomatischen Treffen in Mitteleuropa geprägt war, und stellte die Entwicklungen als Teil der Bemühungen der Regierung dar, die innerstaatlichen Institutionen Ungarns zu stärken und gleichzeitig seine internationalen Partnerschaften auszubauen.

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