Ungarns Truppen ziehen sich aus dem Irak zurück, da die Spannungen in der Region weiter eskalieren

Ungarische Soldaten, die im Nordirak stationiert sind, haben das Land aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage im Zusammenhang mit dem eskalierenden Konflikt im Nahen Osten vorübergehend verlassen. Der Abzug wurde am Samstag vom Chef des ungarischen Verteidigungsstabes bestätigt.

Nach Angaben des ungarischen Verteidigungsministeriums haben alle ungarischen Militärangehörigen und Diplomaten, die in Erbil stationiert sind, die Türkei sicher erreicht. Von dort werden sie mit einem Militärflugzeug zurück nach Ungarn gebracht.

Steigende Spannungen in der Region

Generalleutnant Gábor Böröndi, Chef des Verteidigungsstabs, sagte, die Entscheidung sei nach einer gründlichen und kontinuierlichen Bewertung des regionalen Sicherheitsumfelds getroffen worden. Seit dem Beginn der Militäroperationen der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran wurden Berichten zufolge mehrere Stützpunkte im Irak, in denen internationale Streitkräfte stationiert sind, von iranischen Raketen und Drohnen angegriffen.

Aufgrund des wachsenden Sicherheitsrisikos haben mehrere Länder, die an internationalen Missionen beteiligt sind, beschlossen, ihr Personal teilweise oder ganz von den betroffenen Stützpunkten abzuziehen.

Falls Sie es verpasst haben: Ungarische Truppen suchen Schutz bei Angriff auf Stützpunkt im Irak.

Koordinierte Evakuierung mit Koalitionspartnern

Der vorübergehende Rückzug der ungarischen Streitkräfte aus dem Luftwaffenstützpunkt in Erbil erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem italienischen Kontingent, das das Lager dort betreibt. Böröndi betonte, dass die Operation dank der disziplinierten und gut koordinierten Zusammenarbeit mehrerer Militäreinheiten schnell und erfolgreich durchgeführt werden konnte.

Mitarbeiter des ungarischen Generalkonsulats in Erbil verließen zusammen mit den Truppen und unter deren Schutz den Irak. Beamte betonten, dass die Verlegung nur vorübergehend und aus reinen Sicherheitsgründen erfolgte, da sich die Spannungen in der Region weiter verschärfen.

Das Bild stammt aus einer Kampagne des ungarischen Verteidigungsministeriums aus dem Jahr 2025. Quelle: Honvédelmi Minisztérium/Facebook

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