Verteidigungsminister Hende: Europas Sicherheit verschlechtert sich

Budapest (MTI) (Es ist unbestreitbar, dass sich die Sicherheit Europas in den letzten Jahren stark verschlechtert hat, sagte Verteidigungsministerin Csaba Hende am Samstag vor der Parlamentarischen Versammlung der NATO in Budapest.
In seiner Rede vor der Sitzung des Verteidigungs- und Sicherheitsausschusses stellte Hende fest, dass Ost- und Südeuropa durch die Migrationswelle aus Nordafrika und dem Nahen Osten enormem Druck ausgesetzt seien.
Der Minister sagte, die durch den Arabischen Frühling verursachte Instabilität im Nahen Osten sowie die Krisen im Jemen und in Syrien hätten alle zum Anstieg des Extremismus und zur Entstehung des Islamischen Staates (IS) beigetragen Hende sagte, der IS sei auch eine Bedrohung für Europa und fügte hinzu, dass der Kontinent auf mögliche zukünftige Terroranschläge vorbereitet sein müsse.
Er sagte, der Klimawandel sei auch eine Quelle künftiger Sicherheitsherausforderungen. Die Konflikte im Jemen und in Syrien seien alle von Dürren, Wasserknappheit und infolgedessen wachsender Armut beeinflusst worden, die zu weiteren sozialen Spannungen führe, fügte er hinzu.
Er sagte, die NATO habe auf diese Herausforderungen die richtige Antwort gegeben, das transatlantische Bündnis sei stärker geworden.
Der Minister sagte, der NATO-Gipfel im letzten Jahr habe Entscheidungen zu Themen getroffen, die noch nie zuvor diskutiert worden seien, wie etwa die Erhöhung der Verteidigungsausgaben. Er versicherte dem Ausschuss, dass Ungarn seinen auf dem Wales-Gipfel eingegangenen Verpflichtungen nachkommen werde, und verwies auf den Haushaltsentwurf der Regierung für 2016, der zusätzliche 50 Milliarden Forint (163 Mio. EUR) für die Verteidigung vorsieht.
Ungarns Bemühungen bei NATO-Missionen sowie seine erhöhten Verteidigungsausgaben wurden von den Delegierten mehrerer Mitgliedstaaten begrüßt. Der Vertreter Hollands äußerte jedoch seine Besorgnis über die “Beziehungen des ungarischen Premierministers Viktor Orban zum russischen Präsidenten”. Der Delegierte sagte, Wladimir Putin sei nachweislich “betrügt und spielt Spiel” und er könne nicht als Freund der NATO angesehen werden.
Hende sagte, Ungarn habe in keiner der wichtigsten Fragen Meinungsverschiedenheiten mit dem Rest der NATO und bekräftigte, dass sein Land alle seine Verpflichtungen im Zusammenhang mit dem Bündnis und seinen Werten erfüllen werde.
Foto: MTI

