Warum werden immer noch so viele Ungarn krank? Neuer Gesundheitsbericht erklärt

Mehr als 66.000 Menschen haben in der vergangenen Woche in Ungarn einen Arzt mit grippeähnlichen Symptomen aufgesucht. Dies geht aus den neuesten Überwachungsdaten hervor, die vom Nemzeti Népegészségügyi és Gyógyszerészeti Központ (Nationales Zentrum für öffentliche Gesundheit und Pharmazie) veröffentlicht wurden.
Nach den Berichten der teilnehmenden Hausärzte suchten 66.800 Patienten mit grippeähnlichen Beschwerden ärztliche Hilfe auf. Dies ist zwar ein Rückgang im Vergleich zur Vorwoche mit 76.800, aber die Zahlen sind nach wie vor signifikant.
Hunderttausende von Atemwegserkrankungen betroffen
Das Gesamtbild zeigt eine noch größere Belastung für das Gesundheitssystem. Zwischen dem 9. und 15. Februar suchten 262.300 Menschen mit Symptomen akuter Atemwegsinfektionen, die sich nicht auf die Grippe beschränken, einen Arzt auf.
Dies deutet darauf hin, dass die klassischen Grippefälle zwar zurückgehen, die saisonalen Atemwegserkrankungen sich aber immer noch weit im Land ausbreiten.
Kinder am stärksten betroffen
Kinder machten in der siebten Woche des Jahres den größten Anteil der Patienten mit grippeähnlichen Symptomen aus:
- 41,9% waren Kinder
- 29,4% waren zwischen 15 und 34 Jahre alt
- 21,4% waren 35-59 Jahre alt
- Nur 7,3% waren über 60 Jahre alt
Die Zahlen zeigen, dass jüngere Altersgruppen nach wie vor am anfälligsten für Infektionen sind, insbesondere in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kindergärten.
Regionale Trends zeigen eine Verbesserung in den meisten Bereichen
Erfreulicherweise ist die Zahl der Patienten in 18 Verwaltungsgebieten im Vergleich zur Vorwoche zurückgegangen, während in zwei Regionen keine Veränderung zu verzeichnen war.
Die höchste Zahl von Fällen wurde aus den Komitaten Szabolcs-Szatmár-Bereg, Fejér und Komárom-Esztergom gemeldet, während die niedrigsten Zahlen aus Zala, Bács-Kiskun und Csongrád-Csanád kamen.
In Schulen und Pflegeheimen gemeldete Cluster
Die Behörden erhielten in dieser Woche auch 14 Meldungen über Infektionscluster. Diese Ausbrüche betrafen:
- eine Kinderkrippe
- sieben Kindergärten
- drei Grundschulen
- drei Pflegeheime
Diese Umgebungen sind aufgrund des engen Kontakts zwischen Kindern, Schülern und gefährdeten Bewohnern besonders anfällig für eine schnelle Übertragung.
Krankenhausaufenthalte weiterhin ein Problem
Schwere Fälle geben weiterhin Anlass zur Sorge. Letzte Woche wurden 201 Menschen mit schweren akuten Atemwegsinfektionen ins Krankenhaus eingeliefert. Davon benötigten 31 eine intensive oder subintensive Behandlung.
Während die Gesamtzahl der grippeähnlichen Fälle zu sinken scheint, warnen die Gesundheitsbehörden, dass Atemwegserkrankungen sowohl die medizinische Grundversorgung als auch die Krankenhäuser in ganz Ungarn weiterhin stark belasten.
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